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In Tübingen haben gestern Abend rund 350 Menschen gegen Polizeigewalt demonstriert. Hintergrund war eine Hausdurchsuchung in einem Tübinger Wohnprojekt der linken Szene. Die Demonstration verlief friedlich - sie wurde von einem Großaufgebot der Polizei in die Innenstadt begleitet. Die Teilnehmer seien ruhig und kooperativ geblieben, lobte der Leiter des Ordnungsamtes. Die Demonstranten wollten ein Zeichen gegen Repression und Polizeigewalt setzen. Hintergrund: Polizeibeamte hatten das selbstverwaltete Wohnprojekt vergangene Woche gestürmt und Privaträume durchsucht. Anlass war ein versuchter Farbanschlag auf das Tübinger Landgericht. Eine der mutmaßlichen Täter lebt in dem Wohnprojekt. Laut den Bewohnern war der Einsatz rechtswidrig. Das weist die Polizei zurück.

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