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Die Stadtverwaltung, Eigentümer und Bewohner eines besetztes Hauses in Tübingen haben eine Eskalation verhindert. Der Makler hatte angedroht, Strom, Wasser und Gas abzustellen.

Nach Angaben des Tübinger Baubürgermeisters Cord Soelke verhandeln die Beteiligten über einen befristeten Mietvertrag für das Gebäude. Der Makler hatte gedroht, Gas, Wasser und Strom abstellen zu lassen, weil die Hausbesetzer unrechtmäßig in dem Gebäude seien und keine Nebenkosten zahlen würden. Diese Drohung ist vom Tisch.

Selbstverwaltetes Wohnprojekt geplant

Die Stadt Tübingen setzt sich dafür ein, in dem besetzten Haus ein Wohnprojekt zu realisieren. Über den Verkauf des Gebäudes wird derzeit verhandelt. Laut Soelke sollen die Besetzer zusammen mit weiteren Bürgern das Haus mit Hilfe des Freiburger Mietsyndikats kaufen. Die Organisation hat bundesweit Erfahrung mit selbstverwalteten Projekten. Allein in Tübingen gibt es fünf davon. Die Stadt will das Grundstück erwerben und in Erbpacht zur Verfügung stellen.

Protest gegen Wohnungsnot

Das Haus in der Tübinger Innenstadt steht seit Jahren leer. Es besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Vor knapp vier Monaten wurde es von Aktivisten besetzt. Mit der Aktion wollen sie auf die Wohnungsnot hinweisen. Sie haben ein Café eingerichtet. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt.

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