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Die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen will es bis 2030 schaffen, ihre Wohnungen komplett klimaneutral zu bewirtschaften. Dafür hat sie als Partner die Stadtwerke Tübingen gewonnen.

Die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau (GWG) Tübingen und die Stadtwerke wollen möglichst viele Photovoltaik-Anlagen auf Dächer installieren. Die beiden größten Töchter der Universitätsstadt Tübingen haben das Ziel, den Anteil an Sonnenstrom deutlich zu erhöhen, heißt es in einer Mitteilung. Die GWG stellt dafür ihre Dachflächen zur Verfügung. Die Stadtwerke bauen dort Photovoltaik-Anlagen.

Schaffhausenstr (Foto: Pressestelle, GWG Tübingen / Jürgen Lippert)
Photovoltaikanlage auf einem Dach der GWG in Tübingen Pressestelle GWG Tübingen / Jürgen Lippert

Ökostrom für 1.500 Menschen

Nach eigenen Angaben wird aktuell auf 46 GWG-Dächern Sonnenstrom erzeugt. Einige der Anlagen seien schon älter, viele andere ganz neu. Seit dem Projektstart Anfang 2020 seien 20 Anlagen installiert worden. Drei weitere sind derzeit im Bau. Alle Anlagen zusammen liefern eine Leistung von 1.560 Kilowatt Peak. Das heißt: Auf den Dächern der GWG entsteht derzeit Ökostrom aus Sonnenkraft für über 1.500 Personen.

Fläche so groß wie mehrere Fußballfelder

Würde man dieselben Anlagen ins Gelände stellen, bräuchte man dafür etwa 1,5 Hektar Fläche, also grob zwei Fußballfelder. Pro Jahr werden laut Mitteilung rund 1.020 Tonnen CO2 eingespart. Als nächstes wollen die GWG und die Stadtwerke neue Anlagen unter anderem in der Tübinger Weststadt umsetzen.

Die Stadt Tübingen will bundesweit Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein. Das Ziel heißt: klimaneutral bis 2030. Dafür hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr ein detailliertes Programm verabschiedet. Es umfasst viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Das Programm sieht drastische Energieeinsparungen vor. Es basiert auf den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität. So könnten alte Ölheizungen durch klimaneutrale Geräte ersetzt werden. Beim Strom setzt die Verwaltung auf Sonne und Wind.

Erst Ende April hat der Gemeinderat beschlossen drei Standorte für Windräder prüfen zu lassen. Sie liegen auf Tübinger Gemarkung: Im Schönbuch, auf den Härten an der B27 und im Rammert Richtung Rottenburg.

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