Sozialministerium reagiert auf hohe Nachfrage

Mehr mobile Corona-Impfteams in BW: Diese Kreise kommen sofort zum Zug

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Um Schwung in die Impfkampagne zu bringen, hatte die Landesregierung die Aufstockung der Mobilen Impfteams angekündigt. Jetzt hat sich das Ministerium auf die Verteilung der Teams im Land verständigt.

Eine Frau bekommt im Impfbus eines mobilen Teams eine Corona-Schutzimpfung. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp Schulze)
Eine Frau bekommt im Impfbus eines mobilen Teams eine Corona-Schutzimpfung. picture alliance/dpa | Philipp Schulze

Insgesamt zwölf Standorte bekommen laut Sozialministerium ab sofort zusätzliche mobile Impfteams (MIT): und zwar die Standorte Ulm, Karlsruhe, Ravensburg, Tübingen, Konstanz, Freiburg, Ortenaukreis, Heidelberg, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis und Stuttgart. Welcher Standort wie viele Impfbusse bekommt, ist in der MIT-Liste der Landesregierung zu erfahren.

"Wichtig war uns, dass die zwölf Standorte so gestärkt werden, dass für die Versorgung der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg mindestens die Impfkapazität eines Mobilen Impfteams zur Verfügung steht", sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Wichtig sei nun, dass die Impfkampagne zusammen mit den niedergelassenen Ärzten vorangebracht werde.

Der Impfbus vor der Neuen Aula in Tübingen (Foto: SWR, Andreas Narr)
Große Nachfrage - lange Warteschlagen vor dem Corona-Impfbus an der Universität Tübingen Andreas Narr

Impfbus in Tübingen sehr gefragt

Der Impfbus des Uniklinikums Tübingen jedenfalls ist sehr gefragt. Am Dienstag gab es eine lange Schlange von Impfwilligen vor der neuen Aula in Tübingen. Hunderte waren gekommen, nicht alle konnten geimpft werden. Möglich waren Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen. Der Impfbus ist in den Kreisen Böblingen, Tübingen und Reutlingen im Einsatz. Landesweite Impftermine finden Sie auf der Internetseite der Landesregierung dranbleiben-bw.de.

Federle: Impfbereitschaft gestiegen

Bereits vergangene Woche war der Impfbus des Tübinger Uniklinikums ausgebucht. Laut Pressestelle waren fast 500 Impfwillige gekommen. Lange Wartezeiten bestätigte auch die Tübinger Notärztin und DRK-Vorsitzende Lisa Federle dem SWR. Viele Menschen würden jetzt doch zum Impfen kommen. Es müsste noch mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Drei mobile Impfteams in Oberschwaben

Laut eines Sprechers des Landratsamts Sigmaringen sind bereits drei mobile Impfteams in Oberschwaben seit vergangener Woche im Einsatz. Sie sind auch für die Landkreise Biberach und Ravensburg zuständig und können von Pflegeheimen für einen Einsatz vor Ort gebucht werden.

Impfaktion in Sigmaringen (Foto: SWR, Julia Klebitz)
Lange Schlange vor der Stadthalle - auch in Sigmaringen wollten sich viele impfen lassen. Julia Klebitz

Der Impfbus ist beim Elisabethenklinikum in Ravensburg stationiert, weil dort der Impfstoff gelagert werde, so der Sprecher des Sigmaringer Landratsamts. Selbst könnten die Landratsämter keine mobilen Impfteams mehr aufstellen. Seit der Schließung der Impfzentren stehe ihnen kein Impfstoff mehr zur Verfügung, so der Sprecher. Laut Plan wurde am Mittwochnachmittag in der Sigmaringer Stadthalle geimpft. Auch dort war der Andrang groß.

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