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Im Kampf gegen das Insektensterben beteiligt sich die Universität Tübingen an der bundesweiten Initiative "Bunte Wiese". Seit zehn Jahren läuft das Projekt für Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen.

Inzwischen gibt es im Tübinger Stadtgebiet 50 bunte Wiesen auf rund 15 Hektar, mit Schlüsselblumen, wilden Möhren und Wiesensalbei. Eine Wiesenfläche an der Universität Tübingen wirkt ein wenig ungepflegt. Aber Käfer, Bienen oder Grashüpfer fühlen sich dort sehr wohl, erklärt der Zoologieprofessor Oliver Betz.

Zehn mal so viele Insekten

Auf solchen Wiesen befinden sich bis zu zehnmal so viele Insektenarten wie auf gemähten Rasen, wie Studien der Universität Tübingen zeigen. Davon gibt es allerdings immer weniger. Häufiges Mähen und gepflegte Rasenflächen würden den Artenschwund verursachen, so Betz weiter.

Ungepflegte Wiesen ökologisch wertvoll

So mancher Spaziergänger betrachtet die scheinbar ungepflegten Wiesen kritisch. Aber das ändere sich langsam. Viele hätten verstanden, dass solche Wiesen ökologisch wichtig sind, so Prof. Betz. Ohne Insekten gebe es keine Äpfel und Birnen.

Mehr bunte Wiesen

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg sollen in Zukunft mehr Wiesenflächen bunter gestaltet werden. Auch in Rottenburg und Reutlingen sind die Behörden immer offener für das Konzept.

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