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Die Universität Tübingen fordert einen Leitfaden vom Zentrum für Islamische Theologie. Das Institut soll stärker darauf achten, radikalen Kräften kein Podium zu bieten.

Die Universität reagiert damit auf Vorwürfe der vergangenen Monate, wonach Beschäftigte des Zentrums Kontakte zur Muslimbruderschaft pflegten. Sie gilt als radikal islamistisch.

Kritik an Tübinger Professor

Zuletzt war der Tübinger Professor Abdelmalek Hibaoui in die Kritik geraten, weil er an einer israelfeindlichen Konferenz in Ankara teilgenommen hatte.

Vertrauen nicht gefährden

Eine interne Überprüfung habe zwar keinerlei Belege für Kontakte zur Muslimbruderschaft erbracht, so Unirektor Bernd Engler. Aber um das Vertrauen nicht zu gefährden, habe man sich mit dem Vorstand darauf geeinigt, dass das Zentrum einen Verhaltenskodex für Beschäftigte und Studierende erarbeitet.

Gründliche Prüfungen gefordert

Außerdem sollen Wissenschaftler des Zentrums künftig genauer prüfen, mit wem sie zusammenarbeiten, wen man einlade oder auf welche Tagungen man gehe. Um das prüfen und dokumentieren zu können, soll bis es zum Ende des Wintersemesters einen entsprechenden Leitfaden geben.

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