Anwohnerin spricht von lautem Knall und klirrendem Geschirr

Mehrere Erdbeben auf der Zollernalb

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Auf der Zollernalb hat es am Montag mehrere schwache Erdbeben gegeben. Im Epizentrum zwischen Onstmettingen und Hausen war ein lauter Knall zu hören. Schäden sind bislang nicht bekannt.

Am frühen Montagmorgen wackelte zweimal bei Albstadt die Erde, dann noch zweimal am Mittag um 12:36 Uhr und um 12:38 Uhr. Laut Landeserdbebendienst hatten die Beben Stärken von 2,5 und 3,3 auf der Richterskala. Sie seien rund um das Epizentrum deutlich wahrgenommen worden.

Bei den Experten seien rund 1.000 Meldungen aus dem Zollernalbkreis eingegangen. Schäden waren der Polizei zufolge zunächst nicht bekannt. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) meldete am Abend gegen 17:57 Uhr ein weiteres leichtes Erdbeben mit einer Stärke von 1,9 in der Nähe von Rottweil.

"Das war ganz fürchterlich"

Es sei ein Riesenschlag gewesen, alles klirrte, wie, wenn ein Lastwagen ins Haus donnern würde, berichtet eine SWR Hörerin. "Das war ganz fürchterlich. Ich bin jetzt auch noch am Zittern." Sie habe nicht an ein Erdbeben gedacht, sei dann aus der Wohnung raus. Dort traf sie Nachbarn. Diese hätten gewusst, was los ist.

Auch in den sozialen Netzwerken meldeten Userinnen und User, das Beben gespürt zu haben. Von einem "heftigen Erdbeben" ist bei einem Twitter-User die Rede gewesen, ein weiterer User berichtete ebenfalls von spürbaren Eindrücken rund um das Epizentrum.

Auf der Zollernalb kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen. Das baden-württembergische Innenministerium hat das Gebiet als "Erdbebenzone drei" ausgewiesen. Die Albstadt-Scheer-Zone sei schon immer ein tektonisch aktives Gebiet gewesen, so der Leiter des Erdbebendienstes Baden-Württemberg, Stefan Stange. Vom letzten großen Erdbeben 1978 - damals hatte das Beben eine Stärke von 5,7 und richtete unter anderem Schäden an der Burg Hohenzollern an - würden die Menschen noch heute sprechen. Das seit einem Jahrzehnt stärkste Beben in der Region wurde im Dezember 2020 wahrgenommen.

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