Freudenstadt

Landwirte kritisieren Solarpark-Entscheidung der Landesregierung

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Künftig dürfen in Baden-Württemberg größere Solarparks auf Wiesen und Ackerflächen gebaut werden. Das hat die Landesregierung am Dienstag entschieden. Die Kreisbauernverbände Freudenstadt, Reutlingen und Zollernalb kritisieren die Entscheidung. Sie sei "kopflos und gewissenlos", sagte der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Freudenstadt, Gerhard Fassnacht, dem SWR. Er ist der Meinung, riesige Photovoltaikanlagen gehörten zum Beispiel in die Wüste, wo mehr Sonne und Ackerbau unmöglich seien. Zu viele fruchtbare Ackerflächen seien schon zugebaut, kritisiert auch Alexander Schäfer vom Kreisbauernverband Zollernalb. Landwirtschaftliche Nutzflächen für Lebensmittel seien knapp. Gute Ackerflächen zuzubauen tue in der Seele weh, sagte Gebhard Aierstock aus dem Kreis Reutlingen. Es wäre besser, wenn mehr Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und betonierten Flächen wie Parkplätzen gebaut würden, so die Kreisbauernvertreter.

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