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In Reutlingen streiken seit Mittwochmorgen die privaten Omnibusunternehmer. Rund 100 Busfahrer versammelten sich in der Innenstadt zu einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi.

In manchen Städten in Baden-Württemberg wird am Mittwoch der private Busverkehr bestreikt. Seit acht Uhr morgens fahren in Reutlingen keine Busse mehr. Ausnahme: Der Flughafenshuttle Expresso sowie die Schulbusse zur Freien Evangelischen Schule in Kusterdingen. Bis zum Streikende am Donnerstag fahren laut einer Mitteilung wenige Notdienste.

Neue Regelungen für Sonntags- und Nachtzuschläge

Am Zentralen Omnibusbahnhof in Reutlingen rief die Gewerkschaft Verdi zu einer Kundgebung auf. 70 Teilnehmer waren angemeldet. Es kamen ein paar mehr, denn der Druck bei den Busfahrern und Busfahrerinnen scheint groß. Die Arbeitsbedingungen seien schlecht, sagten einige dem SWR. So fordert die Gewerkschaft neben einer Vereinheitlichung der Sonntags- und Nachtzuschläge vor allem die gesetzliche Einhaltung der Pausenregelung. Dienste dauerten oft zehn bis 14 Stunden, viele Busfahrer leisteten Fahrplan bedingte Pausen, die nicht bezahlt werden, so Benjamin Stein, Verdi-Geschäftsführer für den Bezirk Fils-Neckar-Alb.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi haben sich die Betriebe in der dritten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag nicht auf die Busfahrerinnen und Busfahrer zubewegt.

Weitere Warnstreiks am Donnerstag

Am Donnerstag wollen auch in Tübingen die Busfahrer und Busfahrerinnen für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Laut Verdi wird zwischen acht Uhr morgens und 16 Uhr der Tübus (Stadtwerke Tübingen) bestreikt. Es gibt einen Notfahrplan. Zudem folgen am Donnerstag Warnstreiks in Backnang (Rems-Murr-Kreis) und Schwäbisch Hall.

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