Julian Stratenschulte (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Picture Alliance/Picture Alliance)

Nahverkehr in Baden-Württemberg soll ausgebaut werden

Kreis Freudenstadt ist Modellregion für mehr Busse und Bahnen

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Der Kreis Freudenstadt ist Modellregion im neuen Nahverkehrskonzept der Landesregierung. Dabei sollen mehr Menschen das Auto stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen.

In ländlichen Regionen wie dem Kreis Freudenstadt gibt es viele weiße Flecken, an denen Menschen keinen Anschluss ans Bus- oder Bahnsystem haben. Das soll sich im Kreis Freudenstadt ändern. Dafür bekommt der Landkreis als Modellregion von der Landesregierung 1,8 Millionen Euro. Das Pilotprojekt, für das fünf Landkreise ausgewählt wurden, ist auf fünf Jahre angelegt.

Künftig soll es eine stündliche Busverbindung geben

Mit dem Geld will der Landkreis im Nordschwarzwald seinen Einwohnern eine Mobilitätsgarantie geben. Heißt: In jedem Dorf im Kreis Freudenstadt - und sei es noch so klein - soll es künftig eine stündliche Busverbindung geben. Diese Mobilitätsgarantie soll werktags zwischen 5 und 24 Uhr gelten, am Wochenende nachts eine Stunde länger.

App soll Bestellen des Busses vereinfachen

Nicht überall werden Linienbusse verkehren, in einigen Orten werden die Busse auch on demand fahren, also wenn man sie bestellt. Das soll per App oder auch telefonisch möglich sein, sagte der Erste Landesbeamte Reinhard Geiser dem SWR. Außerdem arbeite die Kreisverwaltung daran, mit einer App Mitfahrgelegenheiten für Beschäftigte zu schaffen.

Landesregierung will Zahl der Fahrgäste verdoppeln

Das neue Nahverkehrskonzept ist eines der zentralen Vorhaben der grün-schwarzen Landesregierung: Bis zum Jahr 2030 sollen doppelt so viele Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wie 2010. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) steht deshalb vor einer großen Aufgabe. Er muss den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) so attraktiv machen, dass nicht nur Stadtbewohner, sondern auch Menschen auf dem Land ihr Auto stehen lassen. Dazu sollen die fünf Pilotprojekte beitragen.

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