Geldscheine mit 100 Euro und 50 Euro Wert. Der Kreis Freudenstadt erhöht die Kreisumlage, weil das Geld knapp ist.

16-Millionen-Euro-Loch

Kommunen müssen mehr Geld an den Kreis Freudenstadt abgeben

Stand
Autor/in
Lisamarie Haas
Lisamarie Haas ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

Der Kreistag Freudenstadt hat am Montag in einer Sitzung beschlossen, die Kreisumlage zu erhöhen. Damit kann die Kreisverwaltung die Haushaltslöcher aber nur zum Teil stopfen.

Städte und Gemeinden im Landkreis Freudenstadt müssen mehr Geld an den Landkreis bezahlen. Die Beiträge steigen um zwei Prozentpunkte auf 35,7 Prozent. Mit den Mehreinnahmen kann die Kreisverwaltung den Haushalt aber nur teilweise ausgleichen. Im Haushalt fehlen fast 16 Millionen Euro. Die höhere Abgabe bringt etwa vier Millionen Euro ein.

In vielen Kommunen ist jedoch der Haushalt ebenfalls angespannt. Für sie ist es also nicht einfach, eine höhere Abgabe zu leisten. Trotzdem haben 24 Kreisräte für die Erhöhung der Kreisumlage gestimmt, zehn dagegen. Drei Räte haben sich enthalten.

Kommission schlägt Einsparungen vor

Einstimmig hat der Kreistag dagegen einen Nachtragshaushalt beschlossen. Dazu gehört ein ganzer Katalog mit Einsparungen. Eine Kommission hatte die finanziellen Möglichkeiten analysiert, um herauszufinden, wie man den Haushalt konsolidieren und wo der Landkreis mehr einsparen kann. Unter anderem sollen nun Straßen später als geplant saniert werden. Das Landratsamt wird weniger Geld für Werbung und Fortbildungen ausgeben. Bei vielen dieser Einsparungen handelt es sich aber um kleinere vierstellige Beträge, hieß es von Seiten der Kreisverwaltung.

Haushaltssperre im Kreis Freudenstadt gilt bereits

Im Landkreis Freudenstadt gilt schon jetzt eine Haushaltssperre für alle Ausgaben. Das gilt zum Beispiel auch für die Schulen im Kreisgebiet. Sie müssen zehn Prozent ihrer Ausgaben einsparen.

Die Verwaltung hat mit spürbaren Kostensteigerungen zu kämpfen. Vor allem Ausgaben für das Krankenhaus, für junge Menschen, Pflegebedürftige und Arbeitslose sind deutlich höher, als erwartet.

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