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Gute Nachricht für die Eltern des zweijährigen Tiago aus Geislingen (Zollernalbkreis). Die Krankenkasse zahlt nun doch eine knapp zwei Millionen Euro teure Spritze für den Jungen.

Der zweijährige Tiago hat eine seltene Muskelerkrankung, eine Spinale Muskelatrophie. Das neu zugelassene, teure Medikament könnte ihm helfen. Die AOK Baden-Württemberg übernehme die Kosten, wenn der behandelnde Arzt dem Patienten das Medikament verordne, teilte die Krankenkasse auf Anfrage mit. Bisher war das Medikament in der EU nicht zugelassen.

Spendenwelle im Zollernalbkreis

Noch hat Tiagos Arzt das nicht getan, sagte der Vater des Jungen im Gespräch mit dem SWR. Es seien noch verschiedene Voruntersuchungen nötig. Mit der Zusage der Krankenkasse sei aber die größte Hürde genommen. Tiagos Geschichte und der große Einsatz seiner Eltern hatten im Zollernalbkreis eine riesige Spendenwelle ausgelöst.

Behandlung der Spinalen Muskelatrophie möglich

Mehr als eine Million Euro kam für die Behandlung der Spinalen Muskelatrophie des Jungen zusammen. So gab es zum Beispiel einen Spendenlauf in Hechingen. Das Geld steht Tiagos Familie nun über ein Spendenkonto bei der Deutschen Muskelstiftung zweckgebunden zur Verfügung. Zum Beispiel könnten dafür Hilfsmittel gekauft werden.

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