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Keine Rindersalami, dafür mehr Veganes, Rohkost und Bio: Der Tübinger Klimaschutzausschuss hat Regeln für die belegten Brötchen im Gemeinderat beschlossen. Das Ziel: klimafreundlich vespern.

Belegtes Käsebrötchen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Mehr belegte Brötchen mit Käse im Gemeinderat. Picture Alliance

Zwei von drei Wecken bei Gemeinderatsitzungen müssen vegetarisch oder vegan belegt sein, also mit Käse oder Gemüseaufstrichen. Für den Rest gibt es Wurst, aber keine Rindersalami. Denn Rinder erzeugen viel klimaschädliches Methan. Eine ganze Stunde lang haben die Tübinger Räte diskutiert und erwogen.

Kein Schaf- und Ziegenfleisch

Sie haben zum Beispiel nachgerechnet, wie viel Kohlendioxid Wurst in der Herstellung verursacht. Warum man künftig nur noch Schwein und Geflügel nehmen soll, konnte der CDU-Gemeinderat Rudi Hurlebaus wegen der Massentierhaltung nicht nachvollziehen. Sein Vorschlag, Wurst aus Schaf- und Ziegenfleisch zu nehmen, fand allerdings keine Mehrheit.

Vegane Verpflegung gefordert

Die Grünen hatten ursprünglich eine ausschließlich vegane Verpflegung gefordert. Viele andere Tübinger Gemeinderäte aber wollten sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Deshalb gehört zum Kompromiss auch, dass es statt Butter ein Gemisch aus Butter und Rapsöl gibt.

Rohkost in der Sitzungspause

Außerdem wurde beschlossen, dass eine Rohkostplatte in der Sitzungspause bereitgestellt wird. Die Produkte sollen ausschließlich aus Baden-Württemberg kommen. Mindestens die Hälfte der Brötchen muss Bio-Qualität sein.

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