Beatrice Kästner von der Geschäftsführung und dem Stiftungsvorstand der Körperbehindertenförderung Neckar-Alb e.V. (KFB) (Foto: KBF)

Weniger Mitarbeitende aus FSJ und BFD

KBF Mössingen sucht dringend Fahrer für Personentransporte

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Es gibt derzeit zu wenige junge für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst. Deshalb fehlen der KBF Mössingen Fahrer. SWR Aktuell sprach mit Geschäftsführerin Beatrice Kästner.

Die KBF in Mössingen (Kreis Tübingen) ist in Not, der Fahrdienst ist heillos überlastet. Es gibt zu wenig Personal für die täglichen Fahrten. Auf Instagramm sucht die KBF unter #kannschbusslefahren Fahrer. Außerdem hat sie vor knapp drei Wochen einen Elternbrief verschickt. Wer jemanden kennt, der Fahrten übernehmen oder auch selber fahren kann, möge sich melden. SWR-Moderatorin Andrea Schuster hat sich mit KBF-Geschäftsführerin Beatrice Kästner unterhalten.

SWR Aktuell: Haben sich mittlerweile Fahrer gemeldet?

Beatrice Kästner: Wir sind jetzt gerade in Bewerbungsgesprächen. Tatsächlich haben sich doch die eine oder der andere gemeldet, und da freuen wir uns auch sehr darüber. 

Das heißt, die momentane Situation ist schon ein bisschen besser, als sie vor kurzem noch ausgesehen hat. 

 Die wird gerade immer besser. Also, das war zum einen der Brief an die Eltern und das andere war auch der Brief an unseren Mitarbeiter, mit der Bitte, ob jemand vielleicht dann noch einen weiteren Fahrdienst übernehmen könnte. Und wir haben schon Rückmeldungen bekommen. 

Das heißt, Sie können jetzt die Fahrten gewährleisten?

Wir können die Fahrten gewährleisten. Das heißt, momentan kommen die Kinder in der Regel pünktlich wieder in den Kindergarten, beziehungsweise auch in die Schule.

Was würde es denn bedeuten, wenn eine Fahrt ausfällt für diejenigen, die man transportieren wollte? Bleiben die dann einfach zu Hause. Und gäbe es dann nicht ein Betreuungsproblem? 

Der Plan ist dann, falls das passiert, dass wir eine sogenannte Nachgriff-Tour machen. Das heißt, wir müssen an dem Tag für die Gegend, wo die Tour nicht besetzt werden kann, die Kinder ein Stück später abholen, so dass der Fahrer, der die erste Tour zur Schule gefahren hat, dann einfach nochmal losfährt und dann die anderen Kinder holt.

Nun entspannt sich die Situation. Aber sie haben bestimmt jetzt auch im Zuge der Suche herausgefunden, warum es überhaupt zu wenig Fahrerinnen und Fahrer gibt?

Also zum einen sind wir ein sehr großer Fahrdienst, wir haben über 300 Fahrer. Und es ist momentan so, dass wir dieses Jahr weniger Mitarbeiter aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst haben. Also das ist erheblich zurückgegangen und da werben wir auch.

Was müssen denn die Fahrerinnen und Fahrer, die jetzt einspringen oder mit einsteigen, an Voraussetzungen bringen? 

Also das wichtigste ist auf jeden Fall Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, und natürlich der Führerschein Klasse B - wir haben ja Fahrzeuge wie Busse, Crafter, Caddys – und dann natürlich Freude am Umgang mit Menschen und auch Geduld und Einfühlungsvermögen.

Frau Kästner, anderes Thema: Sie haben sehr, sehr viele Fahrten und wir lesen es täglich in der Zeitung, hören es auch bei uns im Radio, die Spritpreise gehen nach oben. Das ist ja für ein Unternehmen wie Ihres auch eine Belastung, oder?

Auf jeden Fall ist es eine Belastung, dass die Spritpreise so nach oben gehen, ja.

Haben Sie da einen Plan, wie sie das stemmen können? Ich meine die Gaspreise und so weiter, überhaupt die Verbraucherpreise gehen ja nach oben, und sie unterhalten ja auch sehr, sehr viele Gebäude.

Ja, wir sind da in den Verhandlungen einmal im Jahr. Die Kosten, die da entstehen, müssen neu verhandelt werden und entsprechend werden wir es dann auch in Rechnung stellen. Aber das ist eben erst im Nachgang. Das heißt, es geht ein Jahr später dann praktisch in die Verhandlungen rein, und in diesem Jahr müssen wir das so weit auffangen, wenn die Spritpreise so weit oben sind.

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