Stadtkirche Horb heizt weniger. (Foto: SWR, Peter Binder)

Energie sparen im Gottesdienst

Kirchen in Tübingen und Horb: Heizung auf kalt

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Auch Kirchen versuchen, Energie zu sparen. Die Heizkosten müssen gesenkt werden. Dabei haben die Gemeinden eigenen Entscheidungsspielraum. Manche bieten Decken an.

In der evangelischen Kirchengemeinde in Horb wurde zum Beispiel beschlossen, die Temperatur in den Kirchen und Gemeindehäusern zu senken. Veranstaltungen sollen außerdem gebündelt werden, damit die Heizungen dann runter gedreht werden können, wenn keine Veranstaltungen stattfinden.

Bankstrahler später einschalten

Auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart empfiehlt ihren Gemeinden, die Kirchen so wenig wie möglich zu heizen und Decken und Kissen anzubieten. Bei elektrischen Bankstrahlern, die nur während der Gottesdienste zum Einsatz kommen, soll die Vorheizzeit verringert werden. Allerdings betont die Diözese, dass viele Kirchen auch dauerhaft temperiert blieben müssen, zum Schutz der Orgeln und des Inventars.

Raus aus der Kirche, rein ins Gemeindehaus

Einzelne Kirchengemeinden auf der Alb haben ihre Gottesdienste in Gemeindesäle verlegt, die einfacher zu beheizen seien, so die Diözese.

Stiftskirche soll jetzt nur noch auf 12 Grad bei Gottesdiensten beheizt werden, bei Konzerten auf 16,5 Grad. (Foto: SWR)
Wenn in der Stiftskirche Tübingen diesen Winter Konzerte stattfinden, ist es wärmer als in normalen Gottesdiensten. Musikinstrumente sind empfindlich.

Stiftskirche Tübingen heizt für Instrumente

In der Stiftskirche in Tübingen gibt es klare Temperatur-Vorgaben: Bei Gottesdiensten herrschen 12 Grad, bei Konzerten rund 17 Grad, wegen der Instrumente und Musiker. In der Stiftkirche, in der Eberhardskirche und der Stephanuskirche in Tübingen werden den Gottesdienst-Besuchern laut Pressestelle des Kirchenbezirks auch Decken angeboten. Die evangelische Kirche in Tübingen-Pfrondorf setzt elektrisch gewärmte Polster ein, die nur dort aktiviert werden, wo tatsächlich Besucher sitzen.

Marienkirche in Rautlingen heizt weniger. (Foto: SWR, Peter Binder)
Die Marienkirche Reutlingen von der Orgelempore aus gesehen Peter Binder

Marienkirche Reutlingen etwas wärmer

Für die Marienkirche in Reutlingen muss der Kirchengemeinderat noch abstimmen, wie sehr oder wie wenig geheizt werden darf. Momentan sehen die Pläne laut Pfarrer Sven Gallas vor, sie für Gottesdienste auf 16 Grad zu beheizen. Ansonsten sollen tagsüber 10 Grad und nachts 6 Grad nicht unterschritten werden.

Wärme im Gemeindehaus

Manche evangelische Gemeindehäuser in der Tübinger Altstadt werden zu bestimmten Zeiten stärker geheizt. Sie sind dann Wärmestuben, also Orte des Austauschs und der Gemeinschaft, wo man bei einer heißen Tasse Kaffee oder Tee beisammensitzen kann. Dabei wechseln sich unter anderem die Jakobus-Gemeinde und St. Johannes Tübingen mit der Kirche am Markt ab. Auch in Rottenburg gibt es solche Wärmestuben.

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