Polizei sucht nach Zeugen

Nach Diebstahl an Kängurus aus Ammerbuch: Täter weiter auf der Flucht

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Die aus einem Gehege bei Ammerbuch-Entringen (Kreis Tübingen) verschwundenen Kängurus sind bisher nicht wieder aufgetaucht. Der Besitzer glaubt, dass sie gestohlen wurden.

Bei den Tieren handelt es sich um sechs australische Bennett-Kängurus. Sie sind 60 Zentimeter groß und sehen genauso aus wie ihre bekannteren großen Brüder und Schwestern.

Kängurus sitzen ganz gemütlich auf einer Obstwiese bei Ammerbuch (Foto: SWR, Bertram Schwarz)
Da waren die Kängurus noch in ihrem Gehege bei Ammerbuch Bertram Schwarz

Kängurus sind viel wert

Der Eigentümer aus Ammerbuch wollte nach seinen sechs Kängurus schauen, da allerdings fand er nur noch das leere Gehege. Der Mann ist nach dem Verschwinden der Tiere zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag noch immer ein wenig schockiert. Er glaubt nicht, dass er seine Tiere wieder bekommt, denn sie sind wohl viel wert: 6.000 Euro, sagte der Besitzer dem SWR am Freitag.

Polizei hofft weiter auf Hinweise

Die Polizei geht davon aus, dass die hier in Europa nicht heimischen Tiere von einem Fachmann gefangen und abtransportiert wurden. Sie sucht Zeugen, die beobachtet haben, was da direkt an der Bundesstraße zwischen Tübingen und Herrenberg im Gehege der Bennett-Kängurus vor sich ging.

Schnelle Tiere

Oder jemand hat die Tiere einfach freigelassen, so der Besitzer. Die kleinen Bennett-Kängurus seien schnell und könnten bis zu 60 Kilometer in der Stunde rennen. Einfach ließen die sich nicht einfangen.

Die Bennett-Kängurus gelten als "winterhart", sprich sie vertragen Kälte. Die Tiere aus Ammerbuch bekamen sogar Junge. Daher lebten dort in dem Gehege zeitweise zwölf Kängurus. Die Tiere dürfen in Deutschland gehalten werden, wenn die Besitzer bestimmte Regeln befolgen. So sind beispielsweise 250 Quadratmeter pro Tier Pflicht.

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