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Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es seit der Corona-Pandemie deutlich schlechter. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an der die Universität Tübingen beteiligt war.

In der Zeit vor Corona waren noch über 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit ihrem Leben zufrieden. Seit der Pandemie sind es nur noch 53 Prozent der Befragten.

Kleines Kind auf einem Dreirad vor Absperrband (Foto: dpa Bildfunk, Julian Stratenschulte)
Kinder leiden unter den Folgen der Pandemie. Julian Stratenschulte

Soziale Kontakte vermisst

Den jungen Leuten fehlt nach ihren Angaben am stärksten der Kontakt zu Freunden und Familienmitgliedern wie den Großeltern. Mädchen berichteten häufiger als Jungen, mit ihrem Leben seit der Pandemie unzufrieden zu sein.

Monate ohne Kontakt zu Lehrern

Besonders beunruhigend ist nach Ansicht der Forscher aus Tübingen und Luxemburg: Mehr als die Hälfte der deutschen Kinder im Grundschulalter hatte während der Schulschließungen vor den Sommerferien fast nie Kontakt zu Lehrern.

Starker Rückgang in Brasilien und in Deutschland

Für die Studie hatten die Wissenschaftler aus Tübingen und Luxemburg online mehr als 3.000 Kinder aus Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Brasilien befragt.

Den stärksten Einbruch ihrer Lebensqualität erleben der Studie zufolge Minderjährige in Brasilien. Aber auch in Deutschland sei die Zufriedenheit stärker gesunken als etwa in Luxemburg und der Schweiz, teilten die Forscher mit.

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