Polizisten und Demonstrant leicht verletzt

Corona-Impfgegner blockieren Impfbus in Rottenburg

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Gegner von Corona-Impfungen haben am Donnerstag in Rottenburg einen Impfbus blockiert. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Drei Personen wurden verletzt.

Etwa zehn Demonstranten versuchten, den Impfbus des Landkreises Tübingen zu blockieren. Das hat die Polizei mitgeteilt. Der Bus wollte auf den Schulhof eines Rottenburger Gymnasiums fahren, um Schülerinnen und Schülern eine Corona-Impfung anzubieten.

Der Impfbus in Tübingen bei der alten Archäologie (Foto: SWR, Magdalena Knöller)
Der Impfbus des Kreises Tübingen bei seinem Start im August. Inzwischen ist sein Team häufig Anfeindungen von Corona-Impfgegnern ausgesetzt. Magdalena Knöller

Als die Polizei die Aktivisten aufforderte den Bus freizugeben, wurden sie handgreiflich. Dabei wurden zwei Beamte und ein Demonstrant leicht verletzt. Gegen zwei Impfgegner laufen Ermittlungsverfahren.

Impfaktionen gehen weiter

In den vergangenen Tagen gab es bereits Störaktionen gegen den Impfbus in Ammerbuch-Entringen, Rottenburg und Tübingen. Der Landkreis will seine Impfaktion trotzdem fortsetzen. Für Samstag ist geplant, dass der Bus vor der Filsenbergschule in Mössingen-Öschingen Halt macht. In der kommenden Woche gibt es weitere Aktionen vor Schulen in Dußlingen, Rottenburg und Tübingen.

Corona-Impfungen für alle

Polizeistreifen sollen künftig verstärkt für einen möglichst ungestörten Ablauf der Impfaktionen sorgen. Laut Landratsamt lässt sich das Impf-Team von den Störungen nicht einschüchtern. Da die Nachfrage bei Schülerinnen und Schülern nicht sehr groß sei, seien alle Interessierten eingeladen, sich bei den Bussen auf Schulhöfen impfen zu lassen, heißt es beim Landratsamt.

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