Ausschank in einer Kneipe (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Angelika Warmuth)

DEHOGA-Vorsitzende fordert staatliche Hilfen

Hohe Energiepreise machen Wellnesshotels im Nordschwarzwald zu schaffen

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Gastronomen und Hoteliers im Nordschwarzwald klagen über Personalmangel und hohe Energiepreise. Die DEHOGA-Vorsitzende im Kreis Freudenstadt, Beate Gaiser, befürchtet Schließungen.

Die hohen Preise für Gas und Strom machen auch der Hotelbranche zu schaffen. Die finanzielle Lage sei schwierig, so die Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) im Kreis Freudenstadt, Beate Gaiser, im SWR-Interview. Durch Corona seien zudem viele Arbeitskräfte verloren gegangen. Die Arbeit muss laut Gaiser mit deutlich weniger Personal bewältigt werden. Das mache etlichen Hoteliers zu schaffen. Sie konnten ihre Häuser nicht auslasten, einige Restaurants mussten zusätzliche Ruhetage einführen.

"Ein Kollege war sehr deprimiert. Er musste im Hochsommer sein Haus komplett schließen. Sowas tut schon sehr weh."

Gastro-Personal ist verunsichert

Für das Hotel- und Gastgewerbe sei der Lockdown zu lang gewesen. Die Sorge vor einem erneuten Lockdown im Herbst oder Winter habe viele Mitarbeitende dazu bewegt, die Branche zu verlassen und nicht wieder zu kommen. Vielen sei die Branche zu unsicher, weiß Gaiser aus Gesprächen. Sie befürchteten trotz Zeichen der Entspannung wieder in Kurzarbeit zu kommen.

Gaiser: Gastro-Branche braucht staatliche Unterstützung

Die gestiegenen Energiepreise seien eine zusätzliche hohe Belastung für die Gastrobranche im Nordschwarzwald, so Gaiser. Sie betreibt in Freudenstadt das Hotel Adler und bekommt auch die Mehrkosten zu spüren. Besonders hart betroffen sind laut der DEHOGA-Vorsitzenden Wellnesshotels mit Saunen und Schwimmbädern. Durch die gestiegenen Gaspreise könnten viele Hoteliers in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten kommen. Beate Gaiser hofft nun, dass die Politik erkennt, dass einige Gastro-Betriebe ohne staatliche Unterstützung nicht überleben werden.

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