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Ein Einsatzteam der Stadtwerke Tübingen unterstützt die Stadtwerke Trier nach dem verheerenden Hochwasser. Die Tübinger helfen, die Stromversorgung wieder herzustellen. Auch Feuerwehrleute aus Reutlingen sind vor Ort.

Symbolbild: Unwetter und Stromausfall (Foto: dpa Bildfunk, Nicolas Armer)
Die Tübinger Stadtwerke helfen beim Wiederaufbau der Stromversorgung im Hochwassergebiet in Trier. (Symbolbild). Nicolas Armer

Das fünfköpfige Team des Technischen Service der Stadtwerke Tübingen hat sich am Sonntag mit vier Einsatz- und Montagefahrzeugen auf den Weg ins Hochwassergebiet gemacht. Im Gepäck gibt es auch ein Notstromaggregat und zwei Anhänger, die vollgepackt mit mehreren Hundert Sicherungen, Leitungen, Stromkästen und vielem mehr sind. Vor allem bei der Instandsetzung von überschwemmten Hausanschlusskästen wollen die Tübinger helfen. Auch ein Niederspannungsnetz soll wieder in Betrieb genommen werden, so ein Pressesprecher der Tübinger Stadtwerke.

Berufsfeuerwehr aus Reutlingen hilft in Ahrweiler

Mitglieder der Berufsfeuerwehr Reutlingen sind am Sonntagmorgen nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Ihr Ziel ist der von den Überschwemmungen stark betroffene Kreis Ahrweiler. Die Reutlinger gehören zur Mobilen Führungsunterstützung der Berufsfeuerwehren des Landes Baden-Württemberg. Sie werden nach Angaben der Stadt Reutlingen gemeinsam mit Kollegen aus Stuttgart, Pforzheim und Heilbronn ein Führungsteam bilden, das die offenbar teils noch chaotische Lage im Kreis Ahrweiler erkunden soll. Die Feuerwehrleute haben dafür geländegängige Fahrzeuge und eine Drohne im Gepäck.

Feuerwehrleute aus Calw wieder zurückgekehrt

Am Sonntagnachmittag waren sie wieder da: die Feuerwehrleute des Katastrophenschutzzugs "Hochwasser" des Calwer Feuerwehrverbandes. Sie waren in der Nacht zum Freitag nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen, um in der Gemeinde Kordel, 15 Kilometer nördlich von Trier, zu helfen. Insgesamt waren 20 Feuerwehrleute aus Calw, Bad Liebenzell und Gechingen bei dem Hilfseinsatz dabei.

"Einige der Bewohner waren sichtlich aufgelöst, weil sie tatsächlich vor dem Nichts standen. Sie hatten noch nicht einmal etwas zum Anziehen."

Feuerwehrleute laden Ausrüstung für Rheinland-Pfalz (Foto: Kreisfeuerwehrverband Calw)
Feuwehrleute laden Ausrüstung Kreisfeuerwehrverband Calw

Entlastung für Kollegen in Rheinland-Pfalz

Die Feuerwehrleute hatten für ihren Einsatz Spezialfahrzeuge aufgerüstet und beladen. Unter anderem hatten sie Anhänger mit Booten und Notstromaggregaten dabei. Außerdem Lichtmasten, große Pumpen, Schläuche, Benzinkanister und Sandsäcke.

Keller auspumpen und Straßen freiräumen

Ihren ersten Einsatz hatten die Feuerwehrleute aus dem Kreis Calw am frühen Freitagmorgen in der Gemeinde Kordel in der Nähe von Trier. Dort ist die Kyll über die Ufer getreten, der Ort wurde evakuiert. Viele Keller waren vollgelaufen. Sie mussten ausgepumpt werden. Außerdem räumten die Feuerwehrleute aus dem Nordschwarzwald Straßen frei.

Viele Rettungskräfte aus der Region helfen

Auch aus Freudenstadt ist ein Hochwasserschutzzug in der Region Trier im Einsatz. Das Innenministerium hat außerdem Feuerwehrleute aus dem Zollernalbkreis und Tübingen nach Rheinland-Pfalz beordert. Im Einsatz gegen das Hochwasser sind auch Kräfte des THW aus Tübingen und vom Roten Kreuz aus Reutlingen, Freudenstadt und Rottweil. Sie alle sollen ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz entlasten. Die waren zum Teil über 24 Stunden im Einsatz und brauchen dringend Erholung.

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