Auf dem Häckselplatz in Weilheim liegt viel Häckselgut. Autofahrer liefern noch mehr avon. (Foto: SWR, Anna Priese)

Grüne und braune Überreste des Tübinger Unwetters

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Hagel und Starkregen haben in den vergangenen zwei Wochen rund um Reutlingen und Tübingen schwer gewütet. Die Schäden waren immens - auch in so manchem Garten. Und der Unrat muss jetzt weggebracht werden.

Die Stadt Tübingen hat deswegen Extra-Termine für die Häckselplätze angeboten. Auf dem Platz in Tübingen-Weilheim fährt am Samstag ein Auto nach dem anderen vor.


Hans Dürr von den Kommunalen Servicebetrieben muss ab und zu ein weiß-rotes Absperrband hochhalten. Es sollen nicht zu viele auf einmal auf den Platz – die Corona-Abstandsregeln müssen schließlich eingehalten werden. Aber alles kein Problem für Hans Dürr, er mag seine Arbeit und die Menschen, die hierher kommen.

Lauter nette Leute, wo da kommen. Man kennt sich einfach.


Auch die Anlieferer wirken mehrheitlich gut gelaunt. Die meisten konnten den ersten Schreck mittlerweile verdauen. Und manch einer weiß, dass es andere viel schlimmer getroffen hat. "Für uns Privatleute ist das zwar traurig, weil wir Arbeit reinstecken", sagt ein Mann, "aber die Bauern, die das machen, die leben davon".

200 Autos pro Tag


Es sind enorme Mengen an Grüngut, die hier zusammengekommen sind in den zurückliegenden Tagen. Vor allem im Vergleich zum normalen Betrieb. Zu den Extra-Terminen nach den Unwettern kamen knapp 200 Autos pro Tag, meint Hans Dürr. Auf dem Häckselplatz liegt ein riesiger Haufen mit Zweigen. Dabei sei der Abfall der vergangenen Woche schon längst weg, sagt Dürr. Vier Lkw mit jeweils 80 Kubikmeter Häckselgut seien diese Woche abtransportiert worden. Normalerweise sind es maximal ein bis zwei Lkw pro Woche.

Radlader schieben und häufen Häckselgut auf dem Häckselplatz in Tübingen-Weilheim. (Foto: SWR, Anna Priese)
Anna Priese

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