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2020 war ein gutes Jahr für die Störche in der Region. Vor allem im Kreis Sigmaringen haben sich die Vögel gut vermehrt, sagte die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen dem SWR. 

Im Kreis Sigmaringen habe es mit 81 neuen Brutpaaren etwa 30 Prozent mehr Störche als im Vorjahr gegeben. Diese brachten 159 Jungstörche zur Welt. Das sei ein zufriedenstellender Bruterfolg, so Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums.

Wetter war für Aufzucht günstig

Auch in der Region Schwarzwald-Baar waren es mehr Störche als in den vergangenen Jahren. Zudem sei das warme Wetter günstig gewesen, so Reinhard weiter. Selbst bei der Schafskälte Mitte Juni seien wenig junge Störche in den Nestern erfroren. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder mal vor, dass Jungstörche wegen Dauerregens in ihren Nestern verendeten.

Viel Nahrung

Zudem habe das trockene Wetter für viel Nahrung in Form von Mäusen und Heuschrecken gesorgt, so Reinhard. Letztere seien proteinhaltiger als Regenwürmer, die selten an die Oberfläche kamen. Gewichtsunterschiede unter den Jungen eines Horstes, wie sonst üblich, seien wegen des großen Nahrungsangebotes so gut wie nicht festgestellt worden.

Die Jungstörche seien bereits in den Süden geflogen, so die Storchenbeauftragte. Die älteren Störche folgen erst noch, sofern sie nicht hier überwintern.

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