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Eine Regionalstadtbahn durch die Tübinger Innenstadt bringt große Vorteile, wenn man Menschen vom Auto hin zum ÖPNV bringen will. Das besagt ein unabhängiges Gutachten.

230 Millionen Euro kostet es nach Schätzungen, eine Stadtbahn durch die Tübinger Innenstadt zu bauen. Sie soll vom Hauptbahnhof über die Universität und die Kliniken zum Technologiepark fahren. Viele Pendler könnten dann umweltfreundlich ohne umzusteigen zu ihren Arbeitsplätzen gelangen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das nach zwei Jahren Prüfung und Berechnung nun veröffentlicht wurde.

Alternativen sind mit Umsteigen verbunden

Untersucht wurden auch Alternativen. Ein Schnellbus-System würde nur 30 Millionen Euro kosten. Auch eine Seilbahn sei nicht so teuer wie die Stadtbahn. Doch laut Gutachterberechnung würden die Alternativen von Menschen aus dem Umland weniger gut angenommen, weil man am Bahnhof umsteigen müsste.

Gegen bauliche Veränderungen gibt es Bedenken

Die Gegner der Innenstadtstrecke befürchten, dass durch die Züge die Nord-Süd-Achse in Tübingen noch mehr verstopft wird als bisher. Auch gegen die großen baulichen Veränderungen gibt es Bedenken. Die Stadt meint, dass ein Nebeneinander von Radlern, Bussen, Stadtbahn und Autos auf der zentralen Achse machbar ist. Im Herbst sollen die Bürger per Bürgerentscheid bestimmen, ob sie eine Stadtbahn vom Bahnhof über die Uni zu den Kliniken und dem Technologiepark wollen.

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