Keltensiedlung Heuneburg bei Herbertingen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Patrick Seeger)

Sigmaringer Kreistag und Land treffen Vereinbarung

Grünes Licht für Kelten-Erlebniswelt Heuneburg

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Die Kelten-Erlebniswelt Heuneburg an der Donau bei Herbertingen kann 2026 in Betrieb gehen. Der Sigmaringer Kreistag hat am Montag eine Vereinbarung mit dem Land einstimmig abgesegnet. Viel Geld ist dabei im Spiel.

Danach beteiligen sich Landkreis und Gemeinde mit jährlich jeweils 150.000 Euro an den Betriebskosten. Außerdem zahlt jeder 500.000 Euro für den Ausbau des Freilichtmuseums. Kernstück ist ein neues Museum auf dem Gelände über der Donau, das in einem bisher genutzten Bauernhof untergebracht wird. Die Kosten werden auf etwa 12 Millionen Euro geschätzt.

Bedeutung der Kelten zeigen

In dem Museum sollen dann auch die wertvollen Funde aus der Hochzeit der Kelten vor 2.600 Jahren gezeigt werden, zum Beispiel der einzigartige Gold- und Bernsteinschmuck der Keltenfürstin von der Heuneburg. Das Keltenmuseum im Ortsteil Hundersingen wird aufgegeben. Das Land will mit der Erlebniswelt Besuchern die kulturhistorische Bedeutung der Kelten vermitteln.

Bund zahlt 1,3 Millionen Euro

Auch der Bund beteiligt sich an Kosten. Nach einer Mitteilung vom November gibt er über 1,3 Millionen Euro für den Ausbau der Heuneburg zur Kultur- und Naturerlebniswelt. Ziel ist es, die für ihre keltischen Funde namhafte Heuneburg noch bekannter zu machen. Künftig soll auch die Ökologie auf der Heuneburg eine Rolle spielen.

Fragen zum Klimaschutz

Mit Hilfe von Drohnen, Satelliten, Klimastationen und Bodenuntersuchungen sollen auf einer Fläche von 60 Hektar Veränderungen und Bestand von Vegetation und Tierarten im Lauf der Jahre beobachtet werden. Außerdem soll ein Konzept für das Besucherzentrum entwickelt werden. Geplant ist, dass sich Besucher dort dann über den Klimawandel und mögliche Strategien dagegen informieren können.

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