Vor der Oberbürgermeisterwahl 2022 in Tübingen

Grüner Gegenkandidat zu Tübingens OB Boris Palmer

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Namen sind noch nicht bekannt - aber mindestens eine Person gebe es, so ein Sprecher des Grünen-Stadtverbands, die als Kandidat für die nächste OB-Wahl gegen Boris Palmer antreten werde.

Die Konkurrenz aus den eigenen Reihen entscheide selbst, wann und wie sie die Bewerbung bekannt gebe, heißt es bei den Tübinger Grünen. Die möchten über ihren Kandidaten für die OB-Wahl mit einer Urwahl im April entscheiden. Eine Mitgliederversammlung soll das Verfahren noch im Oktober beschließen.

Boris Palmer (Bündnis 90Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, gibt ein Interview. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow; Symbolbild)
Palmer will sich in Ruhe überlegen, ob er überhaupt noch einmal antritt. picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow; Symbolbild

Boris Palmer liegt mit seiner Partei wegen einiger provokanter Äußerungen im Clinch; gegen ihn läuft ein Parteiausschlussverfahren. Auch die Grünen in Tübingen sind uneins.

Urwahl geplant

Der Stadtvorstand Tübingen von Bündnis 90/Die Grünen hat Ende vergangener Woche bekannt gegeben, dass er die Frage der OB-Kandidatur in Tübingen durch eine Urwahl entscheiden möchte. Über den genauen Fahrplan sollen aber die rund 450 Mitglieder noch abstimmen.

Palmers Kandidatur noch ungewiss

Amtsinhaber Boris Palmer wollte sich auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur nicht äußern und erstmal die Entscheidung der Mitgliederversammlung abwarten. Auf die Frage, ob er nach zwei Amtszeiten bei der OB-Wahl im Herbst 2022 überhaupt nochmal antritt, sagte Palmer, das werde er sich ganz in Ruhe überlegen.

Weiteres Vorgehen

Im April könnten dann die Mitglieder des Stadtverbands per Urwahl entscheiden, wer für die Grünen für den OB-Posten in Tübingen kandidiert. So wolle man eine unangreifbare, basisdemokratische Entscheidung herbeiführen und die Partei geeint in die Wahl führen.

Parteiausschlussverfahren

Der Stadtverband betont, dass das laufende Parteiausschlussverfahren gegen Boris Palmer das Nominierungsverfahren nicht beeinflusse. Im Mai hatten die Grünen in Baden-Württemberg das Verfahren gegen Palmer eingeleitet.

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