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Gastronomen und Einzelhändler haben am Samstag in Reutlingen mit einem Autokorso für die Öffnung ihrer Betriebe demonstriert. Laut Polizei beteiligten sich etwa 200 Fahrzeuge an dem Korso.

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Mit einem lauten Hubkonzert bewegte sich der Autokorso über 1,5 Kilometer Länge um die Reutlinger Altstadt. Auf vielen Fahrzeugen klebten Plakate mit der Aufschrift "Existenzen vor dem Aus" oder "Jetzt Geschäfte und Gastro mit klugen Konzepten öffnen".

"Viele leben vom Ersparten"

Es müsse endlich etwas geschehen, sagte Organisator und Einzelhändler Harald Nilson dem SWR. Die staatlichen Hilfen kämen nur teilweise an. Viele lebten von ihrem Ersparten. Manche Geschäfte hätten schon aufgegeben, so Nilson. Teilnehmer der Demonstration sprachen von leeren Geldbeuteln, Schulden und einer großen psychischen Belastung. Man brauche endlich wieder eine Perspektive, so die Forderung.

Keine Anti-Corona-Demo

Organisator Nilson betonte ausdrücklich, kein Corona-Leugner zu sein und die Pandemie sehr ernst zu nehmen. Mit dem Autokorso durch Reutlingen wolle man auf die dramatische Situation der Gastronomie und des Einzelhandels aufmerksam machen. Für kommenden Samstag ist bereits die nächste Autodemo durch Reutlingen geplant.

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