Gaszähler  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Stephan Jansen)

Für russischen Gasstopp liegt Notfallplan bereit

Ukraine-Krieg: Energielieferanten in Reutlingen und Tübingen erhöhen Gaspreise

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Die Preise für Erdgas steigen - laut der Fairenergie Reutlingen um rund vier Cent pro Kilowattstunde. Auch die Stadtwerke Tübingen planen eine deutliche Erhöhung ab Oktober.

Aufgrund des Ukraine-Kriegs sind die Gaspreise bei vielen Anbietern schon teurer geworden. Nun wollen auch einige städtische Energielieferanten wie die Fairenergie Reutlingen oder die Stadtwerke Tübingen nachziehen. Auch wenn Bestands- und Neukunden unterschiedliche Tarife hätten, sei die Erhöhung für alle gleich, so ein Sprecher der Fairenergie Reutlingen auf SWR Anfrage. Die Stadtwerke Tuttlingen gaben hingegen an, noch keine Pläne für eine Erhöhung zu haben.

Notfallplan für Gasstopp aus Russland liegt bereit

Im Falle eines Gaslieferstopps von Russland werde man zunächst auf die Industrie zugehen, so die Fairenergie Reutlingen. Ausgearbeitet würden die Notfallpläne von der Bundesnetzagentur.

Anhand von Tabellen könne gesehen werden, wer am meisten Gas verbrauche. Die Kunden, die Ausweichmöglichkeiten auf andere Energiequellen wie beispielsweise Öl hätten, würden vorrangig gebeten, die Gasnutzung zu beenden. Sollte sich allerdings ein Kunde weigern, würde der Energielieferant den Gashahn zudrehen müssen.

"Die Kunden werden dann vom Netz genommen."

Mit Preiserhöhungen könne im Falle eines russischen Gaslieferstopps nichts mehr erreicht werden. Allerdings müssten sich Privatkunden zunächst keine Sorgen machen, da sie zuletzt vom Netz genommen würden. Und bestimmte Einrichtungen, wie beispielsweise Krankenhäuser, würden ebenso gesondert behandelt, so Leibfritz.

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