Feuerwehr in Tübingen war in erhöhter Alarmbereitschaft (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Lino Mirgeler)

Hagel, Windböen und Starkregen

Feuerwehr im Kreis Tübingen bei zahlreichen Einsätzen

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Bei dem Gewitter mit Regen, Böen und Hagel am Donnerstagabend sind im Kreis Tübingen mehrere Keller vollgelaufen und Bäume umgeknickt. Die Feuerwehr rückte mehrmals aus.

Besonders betroffen war das Neckartal bei Rottenburg. Vor allem in der Kernstadt Rottenburg und im Stadtteil Bad Niedernau rückte die Feuerwehr mehrmals aus, pumpte Keller leer und schaffte umgestürzte Bäume von der Straße. 25 Mal wurde die Feuerwehr zu Einsätzen gerufen. Das Gewitter verlief im Kreis Tübingen ansonsten glimpflich, so das Fazit des Tübinger Kreisbrandmeisters Marco Buess. Weil der deutsche Wetterdienst gewarnt hatte und eine Gewitterzelle angekündigt war, hatte Buess sein Einsatzteam vorsorglich verstärkt.

Feuerwehr gut vorbereitet

Die Feuerwehr hat aus dem Unwetter im Ahrtal und aus dem vollgelaufenen B 27-Tunnel in Dußlingen im Juni vor einem Jahr Lehren gezogen. In Dusslingen waren Autofahrer wegen des Hochwassers eingeschlossen und mussten mit Booten aus dem Tunnel von der Feuerwehr gerettet werden. Mittlerweile haben sich die Einsatzkräfte darüber Gedanken gemacht, wie man sich besser aufstellen kann, so der Tübinger Kreisbrandmeister Marco Buess. Er habe deshalb beschlossen, dass Entscheidungen niederschwellig getroffen werden und die Wachen vorsorglich stärker besetzt werden.

Gewitterzelle beobachtet

"Solche Entscheidungen sind immer eine Gradwanderung", sagte Buess. Per Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes habe man in der Leitstelle die Gewitterzelle am Donnerstag verfolgt und beobachtet, dass sie im Kreis Tübingen außergewöhnlich groß ist. In Reutlingen beispielsweise habe das Gewitter deutlich weniger angerichtet.

Eine Hand präsentiert Hagelkörner (Foto: SWR)

Hagelflieger im Einsatz

Im nördlichen Kreis Reutlingen war am Donnerstag vorsorglich der Hagelflieger im Einsatz. Nach Angaben des Vereins zur Hagelabwehr sprühte der Flieger dort Silberiodid, um starken Hagel zu verhindern. Es war der zweite Einsatz für den Flieger in diesem Jahr.

Schäden an Obstbäumen und Weinreben

In Rottenburg, Tübingen-Hirschau und in der Gemeinde Neustetten-Nellingsheim hatten die Hagelkörner einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern. Gerold Maier vom Tübinger Kreisverband des Obst-und Gartenbauvereins will nun bei seinen Mitgliedern fragen, wie groß die Schäden an Weinreben und Obstbäumen sind. Einzelne Mitglieder haben ihm bereits gemeldet, dass Äpfel vom Hagelschlag braune Stellen bekommen hätten. Auch an den Weinreben in Hirschau habe es Schäden an den Trauben gegeben.

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