Die Ermstalbahn fährt seit Samstag elektrisch von Bad Urach nach Herrenberg. Das ist Teil der Moduls 1 der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb.

"Modul 1" der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb

Positiver Wochenstart mit elektrifizierter Ermstalbahn

Stand

Die ersten Züge der Ermstalbahn zwischen Bad Urach und Metzingen (beide Kreis Reutlingen) fahren elektrisch betrieben. Zum Wochenstart hat laut ENAG alles geklappt.

Mit dem Fahrplanwechsel rollen nach langer Sperrung auch die Züge der Ermstalbahn wieder. Sie werden in nächster Zeit schrittweise auf elektrisch betriebene Züge umgestellt. Der erste neue Zug fuhr am Samstag. Zum Wochenstart hat laut Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) alles funktioniert. Bis Weihnachten sollen laut Landratsamt Reutlingen die bisher fahrenden Dieselloks auf leisere, elektrisch-betriebene und barrierefreie Fahrzeuge umgestellt werden. Diese bieten 66 Prozent mehr Sitzpätze, teilt die ENAG mit. Die neuen Züge sollen auch nach und nach mit WLAN ausgerüstet werden. Die Neuerungen gehören zu "Modul 1" des Großprojekts Regional-Stadtbahn Neckar-Alb.

Neue Haltepunkte in Tübingen und Reutlingen

Die Ermstalbahn fährt von Bad Urach nach Metzingen. Mit der Elektrifizierung ist der Bahnhof "Dettingen (Erms), Gsaidt" zweigleisig ausgebaut worden. Laut Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb sind außerdem auf der an die Ermstalbahn anschließenden Strecke neue Haltepunkte geplant: Reutlingen-Storlach (soll "RT Unlimited" heißen), Reutlingen Bösmannsäcker, Tübingen Neckaraue und Tübingen Güterbahnhof. Diese Bahnhöfe befinden sich aktuell noch im Bau.

Halbstundentakt soll ab Sommer kommen

Neu ist außerdem: Unter der Woche fahren die Züge abends länger. Die letzte Verbindung in Richtung Bad Urach ist künftig um 22 Uhr ab Metzingen. Und in Bad Urach kann man um 22:30 Uhr den letzten Zug nach Metzingen nehmen. Im nächsten Sommer sollen die Züge der Ermstalbahn dann auch im Halbstundentakt fahren. Die Verzögerung des Halbstundentakts liegt laut Zweckverband daran, dass das Stellwerk in Metzingen erst fertig werden muss. Dafür fehle es momentan an Bauteilen.

20 Millionen Euro für Elektrifizierung

Der elektrische Ausbau der Strecke kostete rund 20 Millionen Euro. Finanziert wurden diese von Bund, Land, Kreis Reutlingen und den Ermstalgemeinden. Die elektrifizierten Strecken der Ammertal- und Ermstalbahn sind der erste Teilabschnitt der Regionalstadtbahn. Entsprechende Förderanträge sind laut Zweckverband für die weiteren Abschnitte gestellt worden: unter anderem für die Reutlinger Innenstadtstrecke, die Talgangbahn bei Albstadt und die Hohenzollernbahn zwischen Hechingen und Burladingen.

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SWR