Neuer Spielplatz vor ehemaliger LEA in Meßstetten. (Foto: SWR, Matthias Neumann)

Security-Mitarbeiter in Untersuchungshaft

Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Ankunftszentrum Meßstetten

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Ein 24-jähriger Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma soll im Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge in Meßstetten (Zollernalbkreis) Kinder sexuell missbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Polizei Balingen ermittelt gegen einen 24-jährigen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der Mann sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Ersten Ermittlungen nach soll der 24-Jährige zwei Mädchen im Alter von sechs und sieben Jahren in der Unterkunft bedrängt und unsittlich berührt haben.

Mütter informierten den Sicherheitsdienst

Die Kinder hatten ihren Müttern von dem Vorfall erzählt. Die Frauen haben sich laut Staatsanwaltschaft daraufhin an die Leitung des Sicherheitsdienstes gewandt. Noch am gleichen Tag habe man den afghanischen Staatsangehörigen vorübergehend festgenommen und am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Im Ankunftszentrum in Meßstetten kommen seit März Menschen unter, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind.

Auch Ermittlungen gegen Security-Mitarbeiter der LEA-Sigmaringen

Auch gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Sigmaringen laufen derzeit Ermittlungen. Im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen Geflüchteten und Sicherheitsmitarbeitern soll der Mann einen am Boden fixierten Mann mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Aus einer Kontrolle in der Landeserstaufnahmestelle habe sich eine Auseinandersetzung entwickelt, hieß es von der Polizei. Mitarbeiter des Sicherheitspersonals hätten bei einem 39-jährigen Bewohner nach unerlaubt mitgebrachtem Alkohol gesucht. Dabei sei es zu einem Gerangel gekommen.

Psychologische Betreuung für Mütter und Kinder geplant

Der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser hat sich mittlerweile zu den Missbrauchsvorwürfen im Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge in Meßstetten im Zollernalbkreis geäußert. Der festgenommene Security-Mitarbeiter sei vom Dienst freigestellt. Er habe keinen Zutritt mehr zum Gelände, so Tappeser. Für die Mütter und Kinder sei eine psychologische Betreuung geplant.

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SWR