Albstadt Burg Hohenzollern bei Sonnenaufgang und Nebel, 17.11.2018 (Foto: imago images, imago images / Eibner)

Beben der Stärke 3,9

Erdbeben auf der Schwäbischen Alb - Tausende melden Erschütterungen

STAND

Auf der Schwäbischen Alb hat es am Dienstagmorgen ein leichtes, aber spürbares Erdbeben gegeben. Viele Menschen waren besorgt und riefen bei der Polizei an.

Auf der Schwäbischen Alb hat es am frühen Dienstagmorgen ein leichtes, aber spürbares Erdbeben gegeben. Das Zentrum des Bebens lag westlich von Burladingen (Zollernalbkreis). Laut Erdbebendienst Südwest in Freiburg hatte das Beben eine Stärke von 3,9. Auswertungen des Schweizerischen Erdbebendienstes ergaben sogar eine Stärke von 4,0. Laut dem Portal "Erdbebennews" wäre es damit das stärkste in Baden-Württemberg gemessene Erdbeben seit 2009.

Das Epzizentrum des Erdbebens

Die Erdstöße um 0:25 Uhr seien vermutlich in einem Umkreis von 30 Kilometern zu spüren gewesen. "Um kurz vor halb ein Uhr nachts gab es einen riesigen Rumms, so als ob ein Lkw in die Hauswand gefahren sei", berichteten zwei Augenzeugen aus Tübingen unabhängig voneinander im SWR. Georg Moser aus Tübingen-Hirschau berichtete von einem "Donnerschlag, wie von einer heftigen Explosion".

2.000 Meldungen über Erdbeben

Beim Erdbebendienst gingen an die 2.000 Meldungen ein, teilweise aus dem Rheintal, dem Bodenseeraum und aus Stuttgart. Auch im Lagezentrum des Innenministeriums in Baden-Württemberg riefen besorgte Bürger an. Auch ein Riss in einer Straße sei gemeldet worden. Größere Schäden oder gar Verletzte habe es aber nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

Auf der Zollernalb kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen. Eine Erklärung dafür könne er nicht liefern, so der Leiter des Erdbebendienstes Baden-Württemberg, Stefan Stange. Die Albstadt-Scheer-Zone sei schon immer ein tektonisch aktives Gebiet gewesen. In den letzten gut hundert Jahren habe es auch starke Erdbeben gegeben, so Stange. Vom letzten großen Erdbeben 1978 - damals hatte das Beben eine Stärke von 5,7 und richtete unter anderem Schäden an der Burg Hohenzollern an - würden die Menschen noch heute sprechen.

STAND
AUTOR/IN