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Wie kann man den Verlauf der Corona-Pandemie sinnvoll beeinflussen? Diese Frage beschäftigt Politiker und Wissenschaftler gleichermaßen. Ein Tübinger Epedemiologe schlägt ein Wellenmodell vor.

Was wirkt wie gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus? Um das herauszufinden, haben Tübinger Epidemiologen einen Simulator gebaut. Jetzt halten die Forscher um Professor Martin Eichner es für eine hilfreiche Strategie, dass man gegen das Corona-Virus handeln muss wie ein Autofahrer auf einer abschüssigen Bergstrecke: Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig bremsen, das heißt die Kontakteinschränkungen immer wieder ein- und ausschalten.

Virus muss verbreitet werden

Denn in einer Phase, in der es noch keinen Impfstoff gibt, muss sich das Virus verbreiten können, um mittelfristig für eine Grundimmunität der Bevölkerung zu sorgen. Gleichzeitig darf die Infektionszahl aber nicht so hoch sein, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht. Eichner sieht eine Möglichkeit darin, dass die Zahl der Infektionen möglichst eingedämmt wird, ohne das Virus gänzlich zu stoppen.

Dauer

Gezielte Interventionen

Dafür sollte man immer dann, wenn die Welle stark am Ansteigen ist, intervenieren, also Kontakte verbieten. Wenn die Kurve sich dann abflacht, könne man die Verbote wieder lockern. Das Problem dabei: Man weiß nicht "ob die Leute dabei mitmachen oder ob sich die Leute dabei völlig veralbert fühlen", so Martin Eichner im SWR-Interview.

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