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Der spanische Surrealist Salvador Dalí, einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts, war bekennender Atheist. Aber dann wurde er Katholik und illustrierte die Bibel.

Zerfließende Uhren, Elefanten mit unermesslich langen dünnen Beinen, Frauen mit Schubladen im langgestreckten Leib. Diese Werke des exzentrischen Surrealisten mit dem nach oben gezwirbelter Schnurrbart sind weltbekannt.

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Das Rottenburger Diözesanmuseum zeigt ihn seit Sonntag von einer weniger bekannten Seite. In den 1960er Jahren, als Dalí nach seinem Exil in Amerika zum Katholizismus konvertiert war, schuf einen Bildzyklus, der 150 Aquarelle umfasste: die Biblia Sacra.

Der Verlag brauchte mehrere Jahre, Druckplatten mit den Dalí-Bildern zu erstellen. Die Ausstellung in Rottenburg zeigt keine Originale, aber handsignierte Erstdrucke.

Der Hintergrund des Ausstellungsraums im Keller des Diözesanmuseums ist bewusst in schwarz gehalten. So soll die Farbenpracht der Prüfdrucke leuchtend zur Geltung kommen.

Laut Diözesanmuseum ist es das erste Mal, dass der Bilder-Zyklus in Baden-Württemberg gezeigt wird, und das dritte Mal, dass er überhaupt öffentlich zu betrachten ist.

Die Ausstellung "Salvador-Dalí - Biblia Sacra" ist im Rottenburger Diözesanmuseum bis zum 12. Januar zu sehen.

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