Forschung an zweitem Impfstoff

Neuer Curevac-Impfstoff zum Schutz gegen das Coronavirus offenbar wirksamer

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Die Nachricht Ende Juni war für Curevac ein Schock: Der Impfstoff gegen das Coronavirus zeigte nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung. Jetzt soll ein neuer Anlauf bessere Werte erzielen.

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac forscht an einem zweiten Impfstoff gegen das Coronavirus. In einer Studie an Javaner-Affen zeigte das neue Vakzin eine stärkere Immunantwort sowie eine bessere Wirksamkeit gegen Virusvarianten als die erste Impfstoffgeneration, so der Vorstandsvorsitzende Franz-Werner Haas im SWR. Ab Herbst soll der Impfstoff auch an Menschen gestetet werden.

Der erste Curevac-Impfstoff hatte in einer Studie mit 40.000 Menschen nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent. Die ebenfalls auf der mRNA-Technik basierenden Impfstoffe der Konkurrenten Biontech und Moderna waren dagegen auf eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent gekommen.

Curevac will erneute Enttäuschung verhindern

Eine Enttäuschung beim Impfstoff der zweiten Generation wäre nur schwer zu verkraften. Die erste Situation gebe "genügend Antrieb, weiter zu machen und zu sagen, dass diese Pandemie noch nicht zu Ende ist", so Haas weiter. Das sei eine Anspannung, die nicht so schnell nachlasse.

Auch deshalb will Curevac weiter an der Marktzulassung des Vakzins der ersten Generation arbeiten und reicht dazu laufend Daten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur ein. "So lange die Welt nicht vakziniert ist, wird es weitere Varianten geben", so Haas. Der Bedarf sei daher noch nicht gedeckt.

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