STAND

Angesichts des Mangels an Corona-Impfstoff ist die Hoffnung auf der Zulassung von weiteren Vakzinen groß. Vor allem der Tübinger Hersteller Curevac könnte dabei bald zum Zuge kommen.

Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen".

Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht.

Produktion des Corona-Impfstoffs auf Vorrat

Nach SWR-Informationen lässt Curevac seinen mRNA-Impfstoff derzeit schon auf Vorrat produzieren, wie im Februar bekannt wurde. Das Tübinger Unternehmen hat inzwischen mit einigen großen europäischen Pharmafirmen Verträge abgeschlossen, zum Beispiel mit dem britischen Pharmakonzern "Glaxo-Smith-Kline" und mit dem Leverkusener Pharmariesen Bayer. Die Bayer-AG will aus seinem Werk in Wuppertal noch in diesem Jahr die ersten Dosen des Curevac-Impfstoffs ausliefern.

Bereits jetzt schickt Curevac regelmäßig Testergebnisse an die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), wie SWR Aktuell am 25.3. berichtete:

Video herunterladen (4,4 MB | MP4)

300 Millionen Impfdosen dieses Jahr

Dank seines Produktionsnetzwerks in Europa rechnet Curevac weiter damit, in diesem Jahr insgesamt rund 300 Millionen Impfdosen herstellen zu können. Im kommenden Jahr soll es dann bis zu einer Milliarde sein. Die Europäische Union hat sich schon mal 54 Millionen Dosen vom Curevac-Impfstoff gesichert. Und Deutschland hat ebenfalls eine Option auf 20 Millionen Dosen vertraglich abgeschlossen. Zum Vergleich: Vom Biontech-Pfizer Impfstoff, der ja bereits verimpft wird, hat die EU 64 Millionen Dosen bestellt, Deutschland hat eine Option auf 30 Millionen.

Audio herunterladen (1,6 MB | MP3)

Mehr zum Thema

Heidelberg

Mehr als 100 Millionen Dosen geplant Curevac produziert Corona-Impfstoff in Heidelberg

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen in Heidelberg produzieren lassen. Die Hälfte davon soll noch in diesem Jahr hergestellt werden.  mehr...

Tübingen

Serum aus Tübingen wird noch geprüft Corona-Impfstoff: Curevac macht Hoffnung auf Schutz vor Südafrika-Mutante

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft gerade den Corona-Impfstoff des Biotech-Unternehmens Curevac und will inzwischen auch wissen, ob ein Serum gegen die gefürchteten Mutanten schützt. Und genau da sind die Tübinger Forscher zuversichtlich.  mehr...

Corona-Pandemie Warum dauert es so lange, bis der Curevac-Impfstoff gegen Covid-19 kommt?

Das hat verschiedene Gründe: Curevac hat mit der Phase 3, also dieser Zulassungsstudie, etwas später angefangen. Und sie führen diese Studie teilweise hier in Deutschland durch. Da hatte natürlich Biontech viel mehr Glück; die haben die Studie in den USA und in Südamerika durchgeführt. Von Carsten Watzl | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0. | http://swr.li/curevac  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Tübingen

Kampf gegen Covid-19 Curevac arbeitet mit britischem Pharmakonzern an neuem Corona-Impfstoff

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will zusammen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln.  mehr...

Tübingen

Weltweit erster Impfdrucker entwickelt Corona-Impfstoff: Curevac erwartet Zulassung bis Anfang Juni

Im Kampf gegen das Coronavirus nimmt die Zahl der potentiellen Impfstoffe weiter zu. Das Tübinger Unternehmen Curevac gilt als Hoffnungsträger. Für die schnelle Impfstoff-Produktion könnte ein spezieller Impfdrucker helfen.  mehr...

Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Live-Blog zum Coronavirus in BW: Erstes Land weltweit - Israel startet mit 3. Impfung

Das Coronavirus beeinflusst den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Beschränkungen zusammen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN