Ab Montag gilt bundesweit neue Regelung

Corona-Schnelltest kostet: Tübingen und Rottenburg gehen Sonderwege

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Ab kommender Woche müssen Corona-Schnelltests in der Regel aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Tübingen und Rottenburg gehen eigene Wege und bieten weiter kostenlose Schnelltests an.

Ab Montag gibt es in den Städten nur noch in Ausnahmefällen kostenlose Corona-Schnelltests. Das gilt bundesweit. Doch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf dem Tübinger Marktplatz und beim Rottenburger Testzentrum auf dem Eugen-Bolz-Platz bleiben die Tests kostenlos.

Claudia Denkinger über den Vergleich von PCR- und Schnelltest (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg)
Ab kommenden Montag gibt es nur noch in Ausnahmefällen kostenlose Corona-Schnelltests für Bürger und Bürgerinnen. picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

Rottenburg zahlt

Die Kosten in Rottenburg übernimmt laut einer Sprecherin die Stadt. Allerdings nur solange man nicht überrannt werde und die Kosten dafür tragen könne. Rottenburg wolle keinen "Testtourismus" erzeugen, so die Sprecherin. Die Stadt will in den ersten Tagen beobachten und dokumentieren, wie groß der Bedarf an Tests tatsächlich ist, zum Beispiel bei Geimpften, die sich aber trotzdem ab und an testen lassen wollen, um sicher zu gehen.

Lisa Federle testet kostenlos

Die kostenlosen Schnelltests, die nicht über den Bund für die geregelten Ausnahmefälle abgerechnet werden können, bezahlt in Tübingen das DRK aus den für Schnelltests zweckgebundenen Spenden. Laut der Pandemiebeauftragten im Kreis, Lisa Federle, testet das DRK ab Montag nur noch auf dem Marktplatz in Tübingen kostenlos. Jeder darf sich testen lassen, so Federle. Allerdings bekomme nicht jeder ein Zertifikat ausgestellt. Nur jene, für die der Bund nach wie vor die Schnelltest zahlt sowie Inhaber der Kreis-Bonus-Card, Angstpatienten mit einem ärtztlichen Attest und Personen mit Antikörpernachweis.

Lisa Federle zu kostenlosen Schnelltests und Ausnahmen:

Neues Gerät ersetzt PCR-Test und Quarantäne

Außerdem setzt das DRK in Tübingen künftig zusätzlich zu den Schnelltests ein neues Gerät ein - es heißt "ID-NOW". Damit kann laut Federle innerhalb von 15 Minuten kontrolliert werden, ob die Person, die eben mit dem Schnelltest positiv getestet wurde, tatsächlich positiv ist. Das Gerät ersetze einen PCR-Test und die 24-Stunden-Quarantäne und sei genauso zuverlässig wie ein PCR-Test, so Federle vom DRK.

Teststationen bleiben

In anderen Teststellen in der Region Neckar-Alb und im Nordschwarzwald zum Beispiel müssen die Schnelltests selber bezahlt werde. Von kostenlosen Schnelltests für alle sei im Kreis Freudenstadt nichts bekannt, heißt es aus dem Landratsamt. Es habe aber auch keine Teststation angekündigt, wegen der Änderung ab Montag zu schließen.

10 Euro für einen Schnelltest in Horb

Das Schnelltestzentrum in Horb in der Markthalle bleibt zum Beispiel auf jeden Fall bestehen, meldet die Stadt. Dort kostet der Schnelltest ab Montag zehn Euro - außer man ist Kontaktperson eines Infizierten, minderjährig, schwanger oder eine Impfung ist nicht empfohlen. Dann bezahlt der Bund.

Auch im Kreis Sigmaringen bleiben einige Teststellen geöffnet - zum Beispiel die in Mengen am Kreuzplatz und die in Sigmaringen in den Burgwiesen.

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