Boris Palmer (Bündnis 90Die Grünen), der Oberbürgermeister von Tübingen, spricht bei einem Pressetermin zur Vorstellung eines Bauvorhabens für Solaranlagen mit Journalisten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Bedroht und beschimpft

Corona-Protest vor dem Wohnhaus von Tübingens Oberbürgermeister Palmer

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Mehrere Menschen haben vor dem Zuhause von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) gegen eine mögliche Impfpflicht protestiert. Dabei soll er offen angefeindet worden sein.

Der Protest habe sich bereits am Montag vergangener Woche ereignet, bestätigte Palmer am Montag (31.1.) der Deutschen Presse-Agentur. Als er am Abend von einer Ausschusssitzung nach Hause gekommen sei, hätten sich etwa 20 bis 30 Menschen vor seinem Haus versammelt gehabt. Laut Palmers Frau sollen die Protestierenden den amtierenden Oberbürgermeister offen angefeindet und teilweise schwer beschimpft haben. Palmer selbst sei zur Sicherheit in eine Seitenstraße gegangen und habe die Polizei verständigt.

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Palmer bereits im Vorfeld stark angefeindet

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen bestätigte den Vorfall. Bis zum Eintreffen der Beamten seien allerdings keine Menschen mehr vor Ort gewesen. Es habe in der Vergangenheit bereits Anfeindungen gegen ihn gegeben, doch das sei eine neue Qualität, so Palmer.

Protest von Corona-Impfgegnern?

Von einer Anzeige habe er aufgrund der geringen Erfolgsaussichten dennoch abgesehen, so Palmer. Er gehe davon aus, dass es sich bei den Beteiligten um Corona-Protestierende handele, sagte der Oberbürgermeister. Immer wieder gehen in ganz Deutschland derzeit Tausende Menschen montags auf die Straßen, um gegen die Corona-Politik und die Maßnahmen zu protestieren - so auch in Tübingen.

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