Der Impfbus in Tübingen bei der alten Archäologie (Foto: SWR, Magdalena Knöller)

Impfzentren werden nicht wiedereröffnet

Tübinger Uniklinikchef: Mobile Corona-Impfteams sollen feste Standorte bekommen

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In der Debatte um die Wiedereröffnung der Corona-Impfzentren scheint ein Kompromiss gefunden worden zu sein. Laut Uniklinikchef Michael Bamberg will das baden-württembergische Gesundheitsministerium mobilen Impfteams feste Standorte zuweisen.

Der Tübinger Uniklinikchef Michael Bamberg hat sich für eine Wiedereröffnung der Impfzentren stark gemacht. Das Gesundheitsministerium will aber davon weiterhin nichts wissen. Nach Gesprächen über die Finanzierung hat die Behörde aber zugesagt, dass man für die mobilen Impfteams mehrere Tage hintereinander feste Standorte finden will. Auch über die entsprechenden Örtlichkeiten hat Bamberg bereits mit der Universitätsstadt Gespräche geführt.

Die Debatte war aufgekommen, als das Land angekündigt hatte, 50 weitere mobile Impfteams bereitzustellen, allerdings die Wiedereröffnung von Impfzentren abgelehnt hatte.

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Keine Impfzentren mehr - logistischer Aufwand zu hoch

Grund für die Ablehnung einer Wiedereröffnung der Impfzentren seien Logistik- und Lagerungsprobleme. Es fehle beispielsweise an Kühlschränken, so Bamberg. Ein weiteres Problem seien die komplexen Strukturen im Finanzbereich der Ministerien. So würden beispielsweise die Mittel für die mobilen Impfteams vom Staatsministerium bereit gestellt. Andere Kosten, wie etwa für das Deutsche Rote Kreuz, würden in den Bereich des Sozialministeriums fallen. Die Finanzierungshürde stelle bereits einen zu hohen Verwaltungsaufwand dar, erläuterte Bamberg resigniert.

Kompromiss: Mobile Impfteams an festen Standorten

Erfreut zeigte sich Bamberg allerdings über den Kompromiss, den man mit der Landesregierung geschlossen habe. Mobile Impfteams sollen regelmäßig an feste Standorte zurückkehren. So wäre dafür gesorgt, dass die Menschen nicht mehr in der Kälte in langen Warteschlangen frieren müssten. Vielmehr könnten sie sich von einem mobilen Impfteam an einem festen Standort in einer Halle impfen lassen. Spätestens Ende des Jahres rechne man mit einer Umsetzung der Pläne. Im besten Fall würden die festen Standorte bis März 2022 aufrechterhalten, so Bamberg.

Erstimpfungen vor Boosterimpfungen

Der Tübinger Klinikchef betonte außerdem, dass er in erster Linie die Zielgruppe im Alter von 19 bis 60 Jahren im Visier habe. Rund ein Drittel dieser Altersgruppe sei noch ungeimpft. Sein Fokus liege daher nicht auf den Boosterimpfungen.

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