In Horb-Heiligenfeld soll ein Containerterminal entstehen (Foto: SWR, Sarah Beschorner)

Beitrag zum Klimaschutz durch nachhaltige Logistik

Kombi-Terminal im Industriegebiet in Horb kann gebaut werden

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Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat ein Kombi-Terminal im Industriegebiet Horb Heiligenfeld genehmigt. Dort sollen Waren von der Straße auf die Schiene verladen werden.

Im Horber Industriegebiet baut die Firma Plathe Grundbesitz GmbH & Co. KG mit Sitz in Neubulach (Kreis Calw) als Investorin eine Container-Umschlagfläche und ein Betriebsgebäude. Der Spatenstich ist am 25. Mai 2022. Laut Mitteilung kommt auch Verkehrsminister Winfried Hermann zu diesem offiziellen Termin auf die Baustelle.

Große Bedeutung für Güterverkehr

Hermann wird auf die Bedeutung des Bahnprojekts für den europäischen Güterverkehr eingehen und danach gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik den symbolischen ersten Spatenstich vornehmen, teilte die Firma Plathe mit. Die "hochmoderne Anlage" habe für den Güterverkehr zwischen den deutschen Nordhäfen auf der einen und dem italienischen Seehafen Triest auf der anderen Seite eine große Bedeutung.

Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Die Genehmigungsbehörde, das Regierungspräsidium Karlsruhe, hat zügiger als erwartet grünes Licht für den Baustart gegeben. Bei dem Terminal sollen Waren von der Straße auf die Schiene verladen und dadurch auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz erbracht werden, teilte die Firma mit. Es soll den Straßenverkehr verringern und dadurch CO2-Ausstoß reduzieren. Außerdem ermögliche die neue Anlage unerschlossene Logistikströme über die Schiene. Unternehmen aus Baden-Württemberg könne es gelingen, die Logistikkette künftig nachhaltiger, effizienter und schneller zu gestalten.

Pläne liegen im Rathaus aus

Die Pläne zum Bau der Anlage und des Gebäudes können vom 30. Mai bis 13. Juni im Rathaus Horb eingesehen werden. Außerdem sind sie auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu finden. Gegen die Anlage hatte sich jahrelang Widerstand geregt. Anwohner, Landwirte und Unternehmer befürchten Lärm, Dreck und Umweltverschmutzung. Die Firma Plathe Grundbesitz hatte eine Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben.

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