Eine Scheune steht in Trossingen in Brand (Foto: SWR, Samantha Happ)

Hoher Schaden bei Brand auf Bauernhof

Feuer in Trossingen tötet 120 Rinder und drei Pferde

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Bei einem Großbrand auf einem Aussiedlerhof in Trossingen (Kreis Tuttlingen) sind in der Nacht auf Freitag etwa 120 Kühe umgekommen. Außerdem entstand hoher Sachschaden.

Die meisten Kühe hatten keine Chance. Wie die Polizei in Konstanz am Freitagmittag mitteilte, seien bei dem Brand doch - wie schon am Morgen vermutet - rund 120 Rinder gestorben. Auch drei Pferde wurden getötet. Nur der Hofhund hat überlebt und ist inzwischen zurückgekommen. Insgesamt, so die Polizei, waren 150 Tiere im Stall. Knapp 20 konnten vor den Flammen in einen nahen Wald flüchten. Wo die restlichen zehn Tiere sind, ist derzeit nicht bekannt. Am Montag soll ein Sachverständiger den Brandort untersuchen. Bis dahin bleibt die Ursache des Feuers unklar.

Bewohner hatten sich gerettet

Das Feuer ist im Heu-und Strohlager ausgebrochen und wurde erst gegen 1:30 Uhr bemerkt, als das Lager bereits lichterloh brannte. Die Bewohner, eine achtköpfige Familie, die den Hof betreiben und das angrenzende Wohnhaus bewohnen, konnten sich nach Angaben der Polizei unverletzt retten.

Feuerwehr noch vor Ort

Es sei den Feuerwehrkräften aus Trossingen, Spaichingen, Geisingen und Aldingen aber gemeinsam gelungen, zu verhindern, dass das Feuer auf das Wohnhaus und das Betriebsgebäude einer Biogasanlage übergriff. Dennoch wurde das Wohnhaus laut Polizei durch die Hitze stark beschädigt. Laut SWR-Informationen sind auch Fenster kaputt gegangen. Etwa 300 Heuballen seien in Brand geraten, immer wieder gebe es Glutnester und kleine Flammen. Die Löscharbeiten könnten nach Auffassung der Feuerwehr sogar bis Samstag andauern.

Schaden in Millionenhöhe, Ursache unklar

Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei bei 1,5 Millionen Euro. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei Rottweil hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen.

Derzeit finden noch Nachlöscharbeiten an Heuresten statt. Das Technische Hilfswerk ist mit technischen Geräten ebenfalls noch am Brandort im Einsatz und unterstützt die Feuerwehr

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