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Die Corona-Pandemie hat finanzielle Auswirkungen auf die Krankenhäuser. Auch die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Tübingen verzeichnet ein erhebliches Defizit.

Genaue Zahlen will Marcus Herbst, Geschäftsführer der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Tübingen, kurz BG, dem SWR nicht nennen. Aber es handle sich um einen beträchtlichen Verlust, den man nicht ausgleichen könne. Patienten sind seit Beginn der Pandemie zurückhaltend, wenn es darum geht Krankenhäuser auf zu suchen. Deshalb seien die Betten derzeit nicht einmal zu 80 Prozent belegt.

 Operationen abgesagt

Im Frühjahr seien es sogar nur 50 Prozent gewesen, weil man Operationen abgesagt habe, um Covid 19 Patienten aufzunehmen. Damals hatte man die benachbarte Uniklinik damit entlastet. Die Politik hatte die Kliniken gebeten, zusätzliche Betten zur Verfügung zu stellen. Man habe sich darauf vorbereitet und die OP-Kapazitäten heruntergefahren, so Herbst.

Hilfsgelder reichen nicht

Für die Hilfsgelder der Politik sei man dankbar, sagte Herbst dem SWR. Aber für eine Spezialklinik wie die BG würden die bei weitem nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Man habe im vergangenen Jahr 1.000 Patienten weniger behandelt als geplant. Die Mindereinnahmen habe man nicht ausgleichen können, weil man hohe Fixkosten zum Beispiel für Personal habe. Da könne man nicht einfach gegensteuern, so Herbst. Die Zahl der Mitarbeiter wurde wegen Corona aber nicht reduziert. Man habe auch keine Kurzarbeit beantragt, sondern Überstunden abgebaut. Es werde allerdings niemand neu eingestellt.

In der Zukunft soll trotzdem investiert werden

Die Tübinger BG Unfallklinik hält trotz der Defizite an ihrem Millionen schweren Zukunftskonzept fest und will in den kommenden Jahren kräftig investieren. Man will sogar einen neuen Standort für einen Rettungshubschrauber. Hierfür laufe eine Bewerbung, so Herbst.

Tübingen

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