Schafe im Pferch bei der baden-württembergischen Schafschurmeisterschaft in Ammerbuch-Altingen

Schafen ging es an die Wolle

Schafschur-Landesmeisterschaft in Ammerbuch-Altingen

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Emanuel Gulde ist neuer baden-württembergischer Meister im Schafe scheren. Gulde hat am Sonntag den Titel bei der Schafschur-Meisterschaft in Ammerbuch-Altingen geholt.

Gut zwei Dutzend Schafscherer und Schafschererinnen sind am Wochenende in Altingen (Kreis Tübingen) bei der baden-württembergischen Schafschurmeisterschaft angetreten. Bei den Profis holte sich Emanuel Gulde aus Salem (Bodenseekreis) den Titel. Bei der Landesmeisterschaft der Junioren hat Sophia Hagenlocher aus Bad Wildbad (Kreis Calw) gewonnen. Im Nachwuchswettbewerb zeigten die Jungzüchter und -züchterinnen ihr Schafwissen und ihr Schafkönnen. Bei diesem Wettbewerb durften Kinder, Junioren und sogenannten Master-Jungzüchter im Alter von 6 bis 25 Jahren mitmachen.

500 Schafe standen in Altingen bereit

Die Schäferei Lemke in Altingen hat für genug Schafe gesorgt, damit auch alle was zu scheren hatten. Rund 500 Tiere konnten unters Messer kommen, wobei meistens ein größerer Elektrorasierer zum Einsatz kam. Die Titelanwärter im Finale mussten aber nicht nur gut mit der Maschine umgehen. In Demonstrationen hatten sie auch vorzuführen, dass sie die Wolle auch mit der Handschere herunterbekommen. Außerdem mussten sie beim "Woolhandling" beweisen, dass sie die frisch geschorene Wolle sortieren und bearbeiten können.

Schafscherer auch aus anderen Bundesländern

Die Landesmeisterschaft war nicht der einzige Wettbewerb. Der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg und der Verein Deutscher Schafscherer hatten Gastscherer aus anderen Bundesländern eingeladen. Die konnten sich in einem Länderwettkampf messen.

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Ein weiterer Event galt dem Schäferei-Nachwuchs. Bei den Wettbewerben der Jungzüchter durfte man im Alter von 6 bis 25 Jahren teilnehmen. Siegerin ist Sophia Hagenlocher. Sie hat bereits die Schäferläufe von Markgröningen und Bad Urach gewonnen, ist also doppelte "Schäferkönigin". Im Nachwuchswettbewerb mussten die Teilnehmenden Fachfragen beantworten, ein Schaf für die Präsentation schmuck herrichten und dann auch vorführen.

Meisterschaft soll Wissen über Handwerk verbreiten

Bei der Baden-Württembergischen Schafschurmeisterschaft geht es laut Landesschaftzuchtverband nicht nur um Titel und Platzierungen. Die Wettbewerbe sollen auch dazu beitragen, dem Publikum zu zeigen, dass das Scheren eine harte körperliche Arbeit ist. So soll der Berufsstand mehr Anerkennung bekommen. Das Schafscheren zählt zu den ältesten Handwerkstätigkeiten.

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