Konkurrenz für die Schwarzwälder Kirschtorte

Gefunden: Neckar-Alb-Torte mit Streuobst drin

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Bei einem Backwettbewerb der Handwerkskammer Reutlingen ist am Montag die Neckar-Alb Torte gekürt worden: Sie ist silbern und hat die Form eines versteinerten Fossils.

Neckar-Alb-Torte (Foto: SWR, Sandra Müller)
Das ist die Gewinnertorte: die Neckar-Alb-Torte von Heiko Baier (Konditorei Café Baier). Sie stellt einen Ammoniten dar, also ein versteinertes Fossil. Damit wollen ihre Macher auf die Entstehung der Schwäbischen Alb hinweisen. Die weiße Blume stellt eine Silberdistel dar, die auf der Schwäbischen Alb wächst. Die Torte schmeckt nach Aprikosen, Äpfeln und Birnen - alles Früchte, die auf Streuobstwiesen der Region zu finden sind. Sandra Müller

Mit diesem muschelähnlichen Design wollen ihre Macher auf die Entstehung der Schwäbischen Alb hinweisen. Die weiße Blume soll eine Silberdistel darstellen. Die Torte schmeckt nach Äpfeln, Birnen und Aprikosen. Unter dem Motto "Backen wir‘s an!" suchte die Standortagentur Tübingen-Reutlingen-Zollernalb eine Torte, die für die Region stehen sollte, wie die Schwarzwälder Kirschtorte für den Schwarzwald.

Schillernde Jury

Dieser Aufgabe stellten sich am Montag in Reutlingen 25 Bäcker und Konditorinnen der backenden Zunft. Sie reichten 30 Kuchen und Torten ein. Einige also gleich zwei Kreationen. Mehr durften sie nicht. Die Expertenjury, darunter auch Landrat Pauli, der Schauspieler Helge Thun und die Radweltmeisterin Brauße, kürte dann am Nachmittag die schönste und kreativste Torte. Gebacken hat sie Heiko Baier von der Konditorei Café Baier. Er darf sich über Ruhm, Ehre und den Titel: "Erfinder der Neckar-Alb-Torte" freuen.

Neckar-Alb-Torte (Foto: SWR, Sandra Müller)
"Streuobstbirne küsst Walnuss aus der Region". Für diese Torte hat Annika Schäfer von der Bäckerei Sauter aus Eningen wochenlang vorgearbeitet. Das Quittenleder ist selbst zubereitet. Die Walnüsse aus der Region sind selbst geknackt. Selbstgemachtes Kompott ist in der Torte verarbeitet. Fertiggestellt hat Bäckerin Schäfer die Torte nachts um zwei Uhr und zum Wettbewerb hat sie sie nur abgeliefert und ist gleich wieder los. "Schlafen," hat sie gesagt. Weil sie um ein Uhr nachts wieder raus muss. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Das ist die Gewinnertorte: die Neckar-Alb-Torte von Heiko Baier (Konditorei Café Baier). Sie stellt einen Ammoniten dar, also ein versteinertes Fossil. Damit wollen ihre Macher auf die Entstehung der Schwäbischen Alb hinweisen. Die weiße Blume stellt eine Silberdistel dar, die auf der Schwäbischen Alb wächst. Die Torte schmeckt nach Aprikosen, Äpfeln und Birnen - alles Früchte, die auf Streuobstwiesen der Region zu finden sind. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Hefezopf und Zwetschgenkuchen in einem! Lecker. Die Kreation von Silke Sorg. Sie hatte als Hobbybäckerin gleich zwei Kuchen ins Rennen geschickt. "Ich hätte auch vier gemacht, wenn das erlaubt wär," sagte sie. Und: "Ich bin vor allem zum Kucken hier. Mal schauen, was andere so gemacht haben." Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Salbei auf der Torte? Geht. Hier mit Schoko und Mirabelle kombiniert. Fein! Sabrina Annabelle Schoen landete unter den Profis damit auf Platz 3. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Als wären es kleine Muscheln: Die Birnen-Stückle von Moana Schäfer. Echte Hinkucker! Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Bei den Hobbybäckern hieß das vorgegebene Motto: "Klassiker neu interpretiert". Maili Künzel hat dafür zum Beispiel den klassischen Obstkuchen mit einem Bienenstich kombiniert. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Schlicht und einfach: Apfelkuchen. Aber toll gestaltet. Mmmmm... Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Die Präsentation so liebevoll wie das Gebäck. Die Veranstalter hatten alles liebevoll handbeschriftet. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Liebevoll dekoriert - als wär es eine Streuobstwiese: Die Apfel-Walnuss-Streusel-Torte von Anne Teichert. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Des kunstvolle Gebäck des jüngsten Teilnehmers. Mattis Dietz, 13 Jahre alt, hat eine Torte gebacken, die innen die Juraschichten der Alb nachbildet: Schwarz, grau, weiß. Mit Äpfeln und Zwetschgen. Er landete bei den Hobbybäckern am Ende auf Platz 2 und erntete viel Bewunderung. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen
Prominente Jurorin: Die Frischgebackene Radweltmeisterin Franziska Brauße aus Eningen. "Ich hab die Wettkämpfe vergangene Woche abgeschlossen. Jetzt darf ich - auch jenseits des Wettbewerbs - Kuchen essen." Mama Christine Brauße ist übrigens Konditorin und hat beim Wettbewerb auch mitgemacht. Ergebnis: Platz zwei unter den Profis. Der Kuchen hat also offenbar nicht nur der Tochter geschmeckt. Sandra Müller Bild in Detailansicht öffnen

Regionales Streuobst muss drin sein

Am Vormittag hatten sich die Bäcker und Konditorinnen ins Zeug gelegt und süße Zutaten, darunter auch Sahne, Mehl, Zucker, Früchte und Nüsse ausgewählt und zu einem verführerischen Kunstwerk zusammengestellt. Einzige Vorgabe: Sie soll nach Streuobstwiese schmecken, also Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Walnüsse enthalten. Denn diese Früchte wachsen auf den Streuobstwiesen der Neckar-Alb-Region, der die gesuchte Torte als Aushängeschild dienen soll.

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