Auf dem Gelände des Antonov Flughafens ist ein Übungsgelände für die Beseitigung von Minen und Kampfmitteln. Am Rand steht ein Warnschild mit der Aufschrift „Danger Mines“. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christophe Gateau)

Verteidigungsministerin gibt Standort bekannt

Ukrainische Soldaten sollen in BW für das Räumen von Minen ausgebildet werden

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Deutschland wird die Ukraine bei der Beseitigung von Kriegsminen unterstützen. Der Ort dafür steht fest, die Umsetzung wird schnell erfolgen.

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Deutschland wird die Ukraine künftig bei der Minenräumung unterstützen. Gemeinsam mit den Niederlanden werde man ein Ausbildungsprogramm starten, in dem ukrainische Soldaten in Deutschland beim Räumen von Minen und der Entschärfung von Sprengfallen ausgebildet werden sollen, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Donnerstag nach Gesprächen mit ihrer niederländischen Kollegin Kajsa Ollongreen am Rande des Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein.

Das Training soll in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) in der Kampfmittelabwehrschule der Bundeswehr erfolgen. Dabei werde Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden nicht nur Know-how, sondern auch Material zur Verfügung stellen, so die Ministerin.

Ukraine solle Kampf "gegen widerlichen Einsatz von Waffen" führen können

Ziel sei es dafür zu sorgen, dass die Ukraine den Kampf "gegen diesen widerlichen Einsatz von Waffen" wie Minen und Sprengfallen führen könne. Laut Lambrecht sollen zunächst rund 20 ukrainische Soldaten in der Kampfmittelräumung ausgebildet werden, dies könne "sehr zügig" geschehen. Darüber hinaus werde Deutschland die Ukraine durch "Winterpakete" beispielsweise mit Material zur Stromerzeugung, Zelte und Winterausrüstung unterstützen, so Lambrecht.

Zudem werde "alsbald" die zweite Lieferung schon zugesagter Gepard-Panzer sowie von Brückenlegepanzern des Typs Biber erfolgen. In Ramstein trafen sich am Donnerstag die Verteidigungsminister der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg und Sicherheitsfragen. Der Gruppe gehören rund 50 Staaten an.

Ramstein

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SWR