Betriebserlaubnis für Kaminöfen läuft aus

Tübinger Ofenbaufirma rät: Typenschild beachten

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Draußen schneit es. Drinnen vor dem knisternden Kaminfeuer ist es dagegen schön warm - eine herrliche Vorstellung. Für alte Kachel- und Kaminöfen ist jetzt aber Schluss, denn für sie endet die Betriebserlaubnis.

Das neue Gesetz zur Feinstaub-Reduzierung betrifft Öfen, die zwischen 1985 und 1994 eingebaut wurden. Sie stoßen zu viele Schadstoffe aus.

Feuermachen sei wieder im Trend, so der Vertriebsleiter vom Ofenbauer Wodtke in Tübingen, Robert Beil. "Wir merken, dass sich die Leute aufgrund der aktuellen Situation viel mehr mit ihrem Wohnraum beschäftigen". Ob ein Ofen nächstes Jahr noch benutzt werden darf, sehe man am Typenschild, sagt Beil.

Kaminofen von Wodtke in Tübingen (Foto: SWR, Betina Starzmann)
Die Betriebserlaubnis für viele Kachel- und Kaminöfen läuft Ende 2020 aus. Betina Starzmann

Schadstoffgrenzwerte werden beachtet

Viele Ofenbesitzer hätten sich schon ohne Murren einen neuen Ofen zugelegt, weiß der Reutlinger Bezirkskaminfeger Achim Forstner. Die meisten seien sensibilisiert und achteten auf möglichst schadstofffreie Brennstoffe. Möglich ist auch, in den alten Ofen einen Rußfilter einzubauen, der die Feinstaub-Erzeugung pro Kubikmeter Luft auf maximal 150 Milligramm begrenzt. Nach 25 bis 30 Jahren habe aber sowieso fast jeder Ofen ausgedient, so Forstner. Der Schornsteinfeger kontrolliert die Öfen regelmäßig. Ein älteres Modell, das nicht nachgerüstet ist, nimmt er nicht ab. Wenn man als Ofenbesitzer dann gegen die Vorschriften verstößt, droht laut Gesetz ein Bußgeld.

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