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Aus Servietten oder Stoff werden Mundschutzmasken in Rottenburg am Neckar hergestellt. Anleitungen gibt es in der Apotheke oder im Internet. Dort wurde bereits eine Nähgemeinschaft gegründet.

Mundschutzmasken aus Servietten bastelt die Apothekerin Keiko Assenheimer von der Rottenburger Central Apotheke. In ihrem Heimatland Japan sind Mundschutzmasken etwas ganz Selbstverständliches, sagt sie. Und das Papierfalten hat Tradition.

Bastel-Tipps für Kunden in Apotheke

Die Apothekerin kann ihren Kunden nur noch Basteltipps geben. Die wenigen Masken, die mal auf Lager waren, sind längst verkauft. Der Vorrat reicht gerade noch für die Beschäftigten. Aber Anleitungen zum Falten gebe es zu Hauf im Internet. Man müsse einfach kreativ sein.

Jasmin Pyrlik näht an ihrer Nähmaschine selber Schutzmasken. (Foto: SWR)
Jasmin Pyrlik näht an ihrer Nähmaschine selber Schutzmasken.

Deutschlandweite Näh-Gemeinschaft

Jasmin Pyrlik aus Rottenburg-Wendelsheim hat auch eine Lösung gefunden. Sie näht gerne und stellt jetzt Mundschutzmasken aus Stoff her. Die Rottenburgerin hat eine deutschlandweite Näh-Gemeinschaft im Internet gegründet. Dort kann man sich registrieren, wenn man Lust hat mitzunähen oder wenn man Bedarf hat.

Über 5.000 Masken schon produziert

Mit anderen Helfern koordiniert sie rund um die Uhr die Anfragen. Über 5.000 Masken wurden so schon produziert und verschenkt. Allerdings, so betonen Pyrlik und die Apothekerin Assenheimer, schützten diese selbstgefertigten Masken nicht vor Corona. Man müsse weiter auf die Hygienevorschriften achten.

Herstellung bringt Abwechselung

Die Wirkung der Stoff- und Papiermasken Marke Eigenbau ist umstritten. Experten sagen, dass diese Masken zumindest andere ein bisschen schützen. Durch den Stoff nämlich sei die Verbreitung der Tröpfchen zum Beispiel durch Husten ein wenig gehemmt. In jedem Fall aber ist die Maskenproduktion gerade für Familien zurzeit eine tolle Abwechslung, so die Apothekerin Keiko Assenheimer.

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