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Die Notärztin Lisa Federle und der Schauspieler Jan Josef Liefers haben eine Initiative zur Fortsetzung des Tübinger Corona-Modellprojekts gestartet. Viele Prominente unterstützen den Appell.

Tübinger Pandemie-Beauftragte Lisa Federle (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Die Tübinger Pandemiebeauftragte und Notärztin Lisa Federle Picture Alliance

Es sind prominente Namen aus Politik und Film, die von der Bundesregierung fordern: Das Tübinger Corona-Modellprojekt soll weitergehen. Ins Leben gerufen haben die Initiative die Tübinger Pandemie-Beauftragte und Notärztin Lisa Federle und der Schauspieler Jan Josef Liefers (Tatort). Den am Montag veröffentlichten Appell haben unter anderen auch der Schauspieler Moritz Bleibtreu, der Sänger Hartmut Engler, der Politiker Günther Oettinger und der Unternehmer Wolfgang Grupp (Trigema) unterzeichnet. Durch die Bundes-Notbremse droht dem Projekt der sicheren Öffnung durch Schnelltests der Abbruch.

Der Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)
Der Schauspieler Jan Josef Liefers setzt sich für eine Fortsetzung des Tübinger Corona-Modellprojekts ein picture alliance/dpa | Oliver Berg

Kunst und Kultur als Mittel zur Überwindung der Krise

Seit einem Jahr seien Kunst und Kultur praktisch abgeschaltet, sagte Liefers. "Dabei sind sie hervorragend geeignet, um den Menschen zu helfen, mit der Krise besser fertig zu werden." Das Schreiben appelliert an Bundesregierung und Parlament, das Tübinger Pilotprojekt nicht zu beenden. "Die Fortführung des Projekts wäre ein Signal, dass nicht nur die Bürger des Landes, sondern auch deren Volksvertreter und die Regierung an Wegen interessiert sind, auch jene Defizite zu mildern, die abseits der Pandemiebekämpfung entstanden sind. Dabei würden keine inakzeptablen Risiken eingegangen", heißt es in dem Appell.

Tübinger Projekt wurde bereits zweimal verlängert

Ein Schild weist auf die Maskenpflicht in der Tübinger Altstadt hin, wo die Gäste an den Tischen der Außengastronomie sitzen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
Viel Leben dank Schnelltests in der Tübinger Innenstadt picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Seit dem 16. März können sich Menschen in der Universitätsstadt an mehreren Stationen kostenlos testen lassen. Mit einem negativen Testergebnis dürfen sie einkaufen, zum Friseur, aber auch ins Theater oder in Museen. Zweimal wurde das Projekt bereits verlängert.

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