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Die bundesweite Corona-Antikörper-Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung findet im Kreis Reutlingen großen Anklang. Laut Landrat Thomas Reumann lassen sich viele Menschen testen.

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In Reutlingen ist für die Studie ein Testzentrum in der Innenstadt eingerichtet worden. Seit 1. Juli kommen dort die Probanden hin, um sich Blut abnehmen zu lassen. Pro Tag seien das etwa 130 Menschen in verschiedenen Altersgruppen. Egal, ob sie bereits nachweislich Corona hatten oder nicht, so Landrat Reumann. Der Test dauert zirka eine halbe Stunde.

Die Studie soll zeigen wie weit verbreitet das neuartige Coronavirus ist und wie viele Menschen möglicherweise immun sind. Aufgrund der Ergebnisse könne man auch ableiten, welche Pandemie-Einschränkungen für die Bevölkerung sinnvoll sind, so der Reutlinger Landrat.

Weitere Kommunen als Testgebiete

Im Kreis Reutlingen werden innerhalb von zunächst vier Wochen bis zu 3.000 Menschen auf Antikörper gegen das Virus getestet. Sie wurden über das Einwohnermeldeamt angeschrieben. Eingeladen wurde ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung. Eine zweite Erhebung ist für den Herbst oder Winter vorgesehen. Genauso geht das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in zehn weiteren deutschen Kommunen vor. Bundesweit sollen so 60.000 Blutproben ausgewertet werden.

Ziel der Studie

Nach bisherigen Erkenntnissen bleiben viele Covid-19-Infektionen wegen ihres milden Verlaufs unerkannt. Infizierte bilden aber Antikörper gegen das Virus. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie viele Menschen in Deutschland sich tatsächlich bisher mit dem Virus angesteckt haben und nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft als immun gelten.

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