Tübingen

Ärzteverein fordert erneut Ende der Affenhirnforschung

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Der Verein "Ärzte gegen Tierversuche" fordert von der Landesregierung erneut ein Ende der Affenhirnversuche in Tübingen. Der Verein will am Donnerstag vor dem Landwirtschaftsministerium eine Unterschriftenliste gegen die Versuche übergeben. Über 150.000 Menschen haben per Unterschrift bestätigt, dass sie ein Ende der Affenversuche wollen, so die Ärztevereinigung. Die Unterschriften wurden seit 2011 gesammelt. Versuche an Affenhirnen hätten keinen konkreten Nutzen für kranke Menschen, so der Verein. Außerdem gebe es Alternativen. Die Tübinger Affenforscher unterstreichen dagegen die Bedeutung ihrer Arbeit für die Grundlagenforschung. Versuche an Affenhirnen werden in Baden-Württemberg nur in Tübingen gemacht. Den Tieren werden Halterungen in den Kopf operiert, an denen sie befestigt werden, um vor einem Bildschirm Aufgaben zu lösen. Elektroden messen dabei die Hirnaktivität.

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