Zwei Jahre nach Gärsubstratunfall von Engstingen Entschädigung auf Raten

Zwei Jahre nach dem Biogasunfall in Engstingen im Kreis Reutlingen zahlt die Betreiberfirma noch immer Entschädigungsraten. 1,5 Millionen Liter Gärsubstrat waren ausgelaufen.

Die Geschädigten hatte lange auf Geld gewartet. Schließlich einigten sich die Betreiberfirma der Biogasanlage, Privatleute und die Gemeinde auf Entschädigung auf Raten. Laut dem Anwalt des Betreibers geht es um mehrere Hunderttausend Euro, die die Firma nach und nach auszahlt.

Hinter Industriezaun eine Biogasanlage mit defektem Gärsubstratbehälter (Foto: SWR, Matthias Neumann)
Die Biogasanlage in Engstingen am 12. Januar 2017 Matthias Neumann

Braune, stinkende Brühe

Für die Gemeinde schlägt vor allem der teure Feuerwehreinsatz in der Unglücksnacht zu Buche, so Engstingens Bürgermeister Mario Storz. Die braune, stinkende Brühe ergoss sich aus der defekten Anlage in mehrere Garagen und Lagerhallen.

Mit der Reinigung war eine Spezialfirma dann noch wochenlang beschäftigt. Wegen der giftigen Dämpfe und des Ammoniakgestanks trugen die Mitarbeiter Gasmasken.

mit Gärsubstrat verunreinigte unbrauchbar gewordene Gasthausstühle liegen auf einem Haufen  (Foto: SWR, Matthias Neumann)
Eine Gaststätte hat seit dem Gärsubstrat-Unfall geschlossen. Matthias Neumann

Auch eine Gaststätte lief voll - sie ist heute noch geschlossen. Die Biogasanlage ist wieder in Betrieb. Sie werde regelmäßig kontrolliert, so eine Sprecherin des Reutlinger Landratsamtes.

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